„Liebeleben“

ZDF-Fernsehgarten: Andreas Gabalier für Toleranz-Song zerrissen - Fans glauben ihm kein Wort

Schlagerstar und ‚Volks-Rock ‘n‘ Roller‘ Andreas Gabalier vor einem Foto seine ZDF-Fernsehgarten-Auftritts und einem Tweet (Fotomontage)
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Mit „Liebeleben“ möchte Andreas Gabalier zeigen, dass die Gerüchte um seine Gesinnung ein Missverständnis sind - doch viele ZDF-Fernsehgarten-Fans haben da ihre Zweifel... (Fotomontage)
  • Jonas Erbas
    VonJonas Erbas
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Viel Wirbel um Andrea Kiewels ZDF-Fernsehgarten: Obwohl Andreas Gabalier mit seinem Toleranz-Song „Liebeleben“ mit den Homophobie-Vorwürfen gegen sich aufräumen möchte, glauben dem ‚Volks-Rock ‘n‘ Roller‘ viele Zuschauer kein Wort - stattdessen gibt‘s harte Kritik!

Mainz - Am Sonntag (20. Juni 2021) durfte im ZDF-Fernsehgarten wieder fleißig mitgesungen und -geklatscht werden. Andrea Kiewel (56) begrüßte gut gelaunt wie immer große Schlagerstars, darunter Ross Antony (46) mit Ehemann Paul Reeves (47) und ‚Volks-Rock ‘n‘ Roller‘ Andreas Gabalier (36). Letzterer stellte am Lerchenberg seinen neuen Hit „Liebeleben“ vor, in dem der 36-jährige Österreicher ein für alle Mal mit dem Gerücht, er sei homophob, aufräumen möchte. Was gut gemeint war, endete dann allerdings mit einem Eklat auf Twitter. Dort beschwerten sich zahlreiche Zuschauer - und erhoben schwere Vorwürfe!

ZDF-Fernsehgarten: Andreas Gabalier singt „Liebeleben“ - und muss dafür bei Twitter einstecken

„Ob Frau und Mann oder Mann und Mann oder zwei Mädchen dann, irgendwann, (...) ist es Liebe, ist es Leben“, singt Andreas Gabalier im Refrain seines jüngst erschienenen Toleranz-Songs „Liebeleben“ - eine schöne Message, so ganz grundsätzlich. Doch im ZDF-Fernsehgarten sorgte der „Hulapalu“-Interpret wie zu erwarten nicht nur für strahlende Gesichter, als er seinen Hit zum Besten gab und sich parallel dazu durch eine schweißtreibende Tanz-Choreo ackerte. Seine hehren Absichten und seine weltoffene Gesinnung nahmen ihm einige Zuschauer nämlich einfach nicht ab. Der Hintergrund: Laut Queer.de habe sich der Alpen-Rocker bei einer Preisverleihung 2015 mit einer zweifelhaften Aussage unbeliebt gemacht.

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„Man hat‘s nicht leicht auf dieser Welt, wenn man als Manderl noch auf ein Weiberl steht. Aber ich mach richtig gern Musik. Ich glaub, dass genug Platz für alle da ist,“ soll Andreas Gabalier damals gesagt haben. In einem Interview mit dem Münchner Merkur* erklärte er im selben Jahr: „Ich finde nur, dass man diese Sexualität nicht ganz so breit in der Öffentlichkeit austreten muss. Aus Respekt unseren kleinen Kindern gegenüber.“ Auch für diese Aussage erntete der österreichische Schlagersänger massiv Kritik. An seinem Sinneswandel auf „Liebeleben“ herrschen deshalb Zweifel, wie sich auch bei Twitter zeigt: „Wer wegen Homophobie in der Kritik steht, muss selbstverständlich so einen Song schreiben, um sich davon reinzuwaschen“, schreibt ein Twitter-Nutzer.

Der Auftritt von Andreas Gabalier im ZDF-Fernsehgarten kam nicht bei allen Zuschauern gut an - trotz seines Toleranz-Songs „Liebeleben“

ZDF-Fernsehgarten: Andreas Gabalier bei Twitter kritisiert - er wehrte sich gegen Vorwürfe

Andreas Gabaliers „Wandlung vom Saulus zum Paulus“, wie ein anderer Twitter-User das Gesehene treffend beschreibt, ist in den Augen seiner Kritiker lediglich ein cleverer PR-Move: „Andreas Gabalier glaubt doch nach seinem homophoben Gesabbel nicht im Ernst, dass ihm irgendjemand seine plötzlich entdeckte Toleranz gegenüber LGBTQ - pünktlich zum Pride-Month - abnimmt, oder?“, urteilt eine Nutzerin. Auch andere Zuschauer stempeln seine Performance als „unglaubwürdig ab“ Der ‚Volks-Rock ‘n‘ Roller‘ äußerte sich 2019 im Rahmen der Verleihung des Karl-Valentin-Ordens gegenüber dem Kurier. Damals erklärte er der Wiener Tageszeitung: „Ich bin weder homophob noch frauenfeindlich und auch nicht rechtspopulistisch unterwegs.“

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