Schlagerstar setzt sich durch

Heino gewinnt Streit um Plakat - „Deutscher Liederabend“ darf stattfinden

Heino vor einer Deutschland-Flagge (Fotomontage)
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Heinos Plakat darf hängen. Das Konzert wird nun mit dem streitbaren Poster beworben, auch wenn der Veranstalter damit gar nicht zufrieden ist. (Fotomontage)

Einem Veranstalter aus Düsseldorf war Heinos Plakat zu nationalistisch und weigerte sich das Konzert des Schlagerstars zu bewerben. Nun hat der Oberbürgermeister ein Machtwort gesprochen.

Düsseldorf - Sich heutzutage politisch korrekt auszudrücken, ist nicht immer ganz leicht. Das musste auch Schlager-Legende Heino (82) feststellen. Eigentlich wollte der 82-Jährige zu einem musikalischen Abend einladen. Im Rahmen seiner „Heino goes Klassik – Ein deutscher Liederabend“-Tour möchte der Kult-Star am 8. Oktober in der „Tonhalle“ in Düsseldorf auftreten.

Im Streit um das Plakat hat Heino nun Unterstützung bekommen. Der Oberbürgermeister von Düsseldorf hat sich nun in die Poster-Affäre eingeschaltet.

Doch die Veranstalter störten sich am Plakat des Volksmusikstars und wollten das Konzert nicht bewerben. Mit der Begründung, das Bild und die Formulierung hätten nationalistische Tendenzen. Jetzt gibt es die Wendung. Heino bekommt Rückendeckung und darf seine Plakate nun doch aufhängen.

Schlager-Legende Heino erschüttert über Vorwurf

„Politisch nicht korrekt“ urteilte kürzlich noch der Geschäftsführer der „Tonhalle“ über das Plakat von Heino. Darauf zu sehen ist der Schlagerstar vor einer Deutschland-Flagge mit dem Zusatz „Ein deutscher Liederabend live mit Band“.

„Wir müssen damit rechnen, dass es so verstanden wird, dass es sich hier etwa um einen Liederabend für Deutsche handelt. Der Begriff, ein deutscher Liederabend‘ tümelt und er ist fachlich nicht korrekt. Zumal in der klassischen Szene, der Heino sich ja andient. Hier wäre der Titel „Heino - ein Liederabend“ oder „Heino singt deutsches Lied“ korrekt und unproblematisch“, erklärte der Veranstalter weiter.

Den Verbesserungsvorschlag wollte die Schlager-Legende (Die größten deutschen Schlagersänger aller Zeiten) aber nicht annehmen und bestand weiterhin auf sein Motto.

„Ich denke nicht daran, das Wort ,deutsch‘ aus meinem Liederabend zu streichen! Muss ich mich jetzt als 82-jähriger Deutscher für das Wort ,deutsch‘ schämen?“, so Heino gegenüber bild.de. Deswegen in eine rechte Ecke gestellt zu werden empört den Sänger, der mit bürgerlichem Namen Heinz Georg Kramm heißt (Die Künstlernamen der Schlagerstars und ihre echten Namen).

„Ich bin fassungslos, dass man mich mit so etwas auch nur annähernd in Verbindung bringt. Bin ich ein Hetzer, weil ich deutsche Lieder von Brahms und Schubert singe? Geht‘s eigentlich noch? Soll das Wort ,deutsch‘ jetzt auch schon rechtspopulistisch sein?“, wehrt sich der 82-Jährige gegen den Vorwurf.

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Unterstützung für den Schlagerstar vom Oberbürgermeister

Nun ist Heino der Oberbürgermeister von Düsseldorf zur Seite gesprungen. „Ich sehe in dem Plakat keinerlei nationalistische oder ähnliche Tendenzen und teile die Kritik daran nicht“, so Dr. Stephan Keller (50, CDU).

Ist das Plakat von Heino missverständlich? Der Schlagerstar stellt klar, dass dieses Poster für ihn nichts mit rechtem Gedankengut zu tun hat.

Nach einem Gespräch zwischen Oberbürgermeister und Veranstalter hat man sich nun darauf geeinigt, das Plakat, so wie es ist, aufzuhängen. Zufrieden ist der „Tohallen“-Chef mit der Abmachung nicht. „Ich unterstelle, dass diese Formulierung sehr wohl und ohne Not sehr subtil Menschen ansprechen kann, deren Einstellung von der städtischen Richtlinie durchaus berührt würde“.

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