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„War damals erst neun Jahre alt“: So emotional verarbeitet Nik P. den Tod seiner Mutter

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Von: Jonas Erbas

Der österreichische Schlagersänger Nik P. steht vor einem steinernen Engel auf einem Friedhof (Fotomontage)
Schwerer Schicksalsschlag in jungen Jahren: Bereits im Alter von neun musste Schlagersänger Nik P. Abschied von seiner Mutter nehmen (Fotomontage) © Star-Media/Jochen Tack/Imago

„Warum hat der eine Glück und der andere Pech?“, hat sich Schlagerstar Nik P. in seinem Leben schon oft gefragt. Mit nur neun Jahren verlor der 59-Jährige seine Mutter - und verarbeitet derartige Schicksalsschläge auch musikalisch.

Salzburg - „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist“, wusste schon der französische Schriftsteller Victor Hugo (1802-1885). Auch Schlagersänger Nik P. (59), der 2007 an der Seite von DJ Ötzi (50) mit „Ein Stern (… der deinen Namen trägt)“ einen Nummer-eins-Hit landete, fand Zuflucht in der Musik, um persönliche Schicksalsschläge zu verarbeiten, darunter auch den Tod seiner Mutter. Als er diese verlor, war der gebürtige Österreicher gerade einmal neun Jahre alt. Nun spricht er offen darüber, welche Rolle die Frage nach dem Warum für sein Songwriting spielt.

Schlagersänger Nik P. steht bei „Immer wieder sonntags“ auf der Bühne
„Warum hat der eine Glück und der andere Pech?“, hat sich Nik P. in seinem Leben oft gefragt - der Schlagersänger verlor im Alter von nur neun Jahren seine Mutter © Hofer/Imago

Schlager: Nik P. spricht über schwere Schicksalsschläge - „So geht es vielen Menschen im Leben“

Nach vier Jahren Album-Pause meldete sich Nik P. am 2. Juli 2021 mit „Seelenrausch“ endlich wieder zurück. In seinem Heimatland Österreich stürmte der beliebte Schlagerstar prompt an die Spitze, in Deutschland erreichte er immerhin Platz zehn der hiesigen Charts. Auf seiner ersten Single-Auskopplung „Wer teilt die Farben aus“ beschäftigt sich der als Nikolaus Presnik geborene Musiker (Die Künstlernamen der Schlagerstars und ihre echten Namen) mit der Frage nach dem Schicksal - und warum dieses manche immer wieder hart trifft, andere aber verschont. Die Frage „Warum immer ich?“ habe er sich „schon in der Kindheit, nachdem [seine] Mutter gestorben war“, gestellt, wie er im Interview mit Web.de berichtet.

„Ich war damals erst neun Jahre alt. In meinem Leben gab es viele Ereignisse, die mich zu diesem Gedanken geführt haben. Warum musste diesem Menschen das passieren? Warum hat der eine Glück und der andere Pech?“, führt Nik P. weiter aus. Jahre später, als der Schlagersänger erkrankte und sich „einer Darm-OP unterziehen musste“, kam genau die Frage, „warum das ausgerechnet [ihm] passieren musste“, erneut auf - doch der 59-Jährige wusste sich zu helfen: „So geht es vielen Menschen im Leben. Eine richtige Antwort darauf gibt es allerdings nicht. Darum greife ich dieses Thema in dem Lied auf. Wer bestimmt eigentlich, wem was passiert? Wer teilt die Farben aus?“

Schlager: Nik P. wird auf „Seelenrausch“ emotional - Trotzdem „allen ein Lächeln ins Gesicht zaubern“

Bei „Seelenrausch“ habe Nik P. „großen Wert darauf gelegt, sensiblere Themen in eine gewisse musikalische Leichtigkeit zu verpacken“. Weiter erklärt er: „Trotz ernsten Ansätzen möchte ich allen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das ist mir sehr wichtig.“ Der Echo-Gewinner von 2008 hat sich entgegen allen Widrigkeiten zum Erfolg gekämpft. Den schweren Schicksalsschlägen - allen voran der frühe Tod seiner Mutter und die Erkrankung des Schlagerstars - hat der Musiker auf „Wer teilt die Farben aus“ ein würdiges Denkmal gesetzt: Der 59-Jährige präsentiert sich emotional und ehrlich, bleibt sich und seiner Musik dabei allerdings treu. Toll!

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