„Fress-Paket“ aus dem Westen

Schlager: Peggy March schmuggelte für ihr TV-Team aus der DDR

Peggy March war eine der wenigen westlichen Schlagerstars, die auch in der ehemaligen DDR auftreten durften. Dabei organisierte die Schlagersängerin für ihr TV-Team Lebensmittel aus dem Westen. Das kam aber nicht überall gut an.

Leipzig - Schlagerstar Peggy March (72) war mit 15 Jahren in den USA bereits ein großer Star, bevor es die Schlagersängerin nach Deutschland zog und sie sich in die Herzen ihrer Fans sang.

Schon mit 15 Jahren war Peggy March ein Kinderstar und ist auf den Bühnen der Welt aufgetreten - Doch die Autritte in der ehemalige DDR waren für die US-Schlagersängerin besondere Erlebnisse

1965 schaffte die Blondine mit dem Lied „Mit 17 hat man noch Träume“ den großen Durchbruch (rund 90.000 Hörer bei Spotify). Peggy March gehörte zu den wenigen westlichen Stars, die auch in der ehemaligen DDR aufgetreten sind. An die Zeit hat die Schlagersängerin besondere Erinnerungen. Peggy March versorgte ihr TV-Team aus der DDR mit Lebensmitteln aus West-Berlin.

Schlagersängerin begeistert von Kollegen aus der DDR

Peggy March hat nach dem Tod ihres Mannes 2013 nochmal neu angefangen und sich letztes Jahr ein Haus in in Florida gekauft. (Hier gibt es einen Überblick, über die größten Schlagerstars) Der Schlagerstar hat zwischendurch viele Jahre in München gelebt und ist in beiden Ländern zu Hause. Wohl hat sich die 72-Jährige aber auch bei Auftritten in der ehemaligen DDR gefühlt.

„Wenn ich hier aufgetreten bin, habe ich mich immer darüber gefreut, dass die Sänger und Musiker sehr gut ausgebildet waren, die Regisseure super, es war alles sehr professionell und für mich wie in Amerika“, lobte Peggy March die Arbeitsweise ihrer Kollegen in der MDR-Talkshow „Riverboat“. Doch auch wenn die Sogwriterin von den Menschen begeistert war, den Mangel, der in der DDR herrschte, hat die Schlagersängerin nicht vergessen.

Peggy March organisierte Lebensmittel aus dem Westen

„Was ich schade fand: Ich war mal drei Wochen im Friedrichstadtpalast engagiert, und ich bekam keinen Salat zu essen. Es gab keinen“, erklärte Peggy March die Lage hinter den Kulissen. Für das gesunde Grün wollte der Schlagerstar dann selbst sorgen und kaufte in West-Berlin für das ganze Team ein. (Im Überblick alle Schlager TV-Shows im November)

Salate, Cremes und Kaffee wurden dann aus dem Westen in den Osten von der 72-Jährigen gebracht. Doch zur Überraschung des Schlagerstars, waren nicht alle im Team glücklich über die Mitbringsel.

DDR-Kollege überraschte den Schlagerstar mit trauriger Antwort

„Ich wollte dem Team etwas Gutes tun und habe immer reihum gefragt, was ich mitbringen darf. Es waren dann Cremes und Kaffee - aber einige sagten auch: ‚Besser nichts, ich bin dann traurig, wenn es alle ist“, berichtete die Mutter einer Tochter. Der Kollege wollte sich erst garnicht an das leckere Essen gewöhnen, das es sonst aus dem Westen nicht gab, erinnerte sich Peggy March in der MDR-Sendung an die traurige Zeit.

Schlager-Newsletter: Erfahren sie alles über Silbereisen, Fischer und Co.! Unser brandneuer Schlager-Newsletter versorgt Sie immer mit topaktuellen News aus der Branche - jeden Dienstag und Donnerstag. Melden Sie sich hier an!

Weitere spannende Geschichten aus der Welt des Schlagers gib es auf der Themenseite von extratipp.com.

Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt/dpa & Sebastian Kahnert/dpa & Patrick Pleul/dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare