Auftritte trotz Angstzustände

Schlager: Panik-Attacken beim „Randfichten“-Sänger - Keiner in der Band konnte helfen. So geht es „Rups“ heute

„Rups“ im Vordergrund, seine Band im Hintergrund unter einer Gewitterwolke. (Fotomontage)
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„Randfichten"-Star Thomas „Rups“ Unger klärt über seine Panik-Attacken auf und wie es mit der Schlagerband weitergeht. (Fotomontage)
  • Annika Schmidt
    vonAnnika Schmidt
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„Lebt denn der alte Holzmichl noch“ war der große Hit der „Randfichten“. Doch „Rups“ stieg aus der Schlagerband aus. Ganz offen hat der Volksmusikstar über seine Angstzustände gesprochen und wie es um die Zukunft der „Randfichten“ steht.

Erzgebirge - Es war für viele Fans der Schunkel-Musik ein großer Verlust, als sich Sänger Thomas „Rups“ Unger (52) 2014 von seiner Schlagerband, den „Randfichten“ trennte. Grund dafür waren Unstimmigkeiten unter den Band-Kollegen und gesundheitliche Probleme bei Rups. Heftige Panik-Attacken machten dem Volksmusikstar das Leben schwer.

Auf der Bühne gab Thomas „Rups“ Unger immer Vollgas. Doch in ihm drin sah es anders aus.

Trotz Angstzuständen stand der „Lebt denn der alte Holzmichl noch“-Sänger auf der Bühne und wollte sein Publikum unterhalten. Wie er es geschafft hat mit den Attacken zu Leben und wie die anderen Mitglieder der „De Randfichten“ reagiert haben, berichtet der Schlagersänger in der MDR-Talkshow „Riverboat“ vom 7. Mai. Dabei verriet Rups, ob es ein Comeback der „Randfichten“ geben wird.

Schlager: Panik-Attacken quälten „Randfichten“-Star

„Wenn diese Phasen da sind und du solche Ängste mit Depressionen, Schlaflosigkeit hast - das musst du halt überspielen. Genauso wie eine Schauspielerin. Bist dann halt Profi und musst den Leuten Freude bringen“, beschreibt der Schlagersänger die Momente, wo die Massen zu ihren Hits grölen wollten, die Scheinwerfer auf ihn gerichtet waren und gute Laune gefordert wurde (55.185 monatliche Hörer*innen bei Spotify).

Herzrasen, Schweißausbrüche und Todesangst gehören bei einer Panik-Attacke dazu, die unregelmäßig auftritt. Das, was Rups geholfen hat, war sein Glaube. Der „Randfichten“-Star begann zu beten und konnte dadurch auch zu sich selber finden. Seinen Band-Kollegen fehlte das Verständnis für seine Krankheit und auch für seinen Glauben.

„Wir liegen nicht mehr auf einer Wellenlänge. Zwei Atheisten und ein Christ, das passt einfach nicht“, erklärte Rups bild.de vor einigen Jahren. Der Schlagerstar wollte keine Lieder mehr über das Fremdgehen oder das Trinken singen, da das sich für ihn nicht mit seinem Glauben vereinbaren ließ (Die größten Skandale der Schlagerszene aller Zeiten).

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Schlager: Comeback bei den „Randfichten“?

„Die Randfichten tun mir seelisch nicht mehr gut. Es gab auch öfter Streit in den letzten Jahren...“, so der ehemalige „Randfichten“-Sänger. Das Verhältnis von Rups zu seinen ehemaligen Kollegen scheint sich über die Jahre nicht gebessert zu haben. „Nicht mehr so nett“, beschreibt der Schlagersänger die Stimmung unter den Musikern.

Ein Comeback von der Truppe aus dem Erzgebirge ist wohl nicht zu erwarten. Dafür macht Rups seit 2012 seine eigene Musik, zu hören auf dem aktuellen Album „Was wäre wenn“ (Die größten deutschen Schlagersänger aller Zeiten). Musikalische Unterstützung bekommt der 52-Jährige dabei von seinem Sohn Toni Kraus.

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