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Schlager: G. G. Anderson kämpft ums Überleben

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Von: Annika Schmidt

G. G. Anderson macht sich Sorgen um die Zukunft. Jetzt hat der Schlagerstar ausgepackt, wie der 70-Jährige ums Überleben kämpft und was der Schlagersänger unternehmen will, das sich die Situation verbessert.

Eschwege - Große Sorgen macht sich G. G. Anderson (70). Die meisten Schlagersänger verdienen den größten Teil ihres Geldes mit Live-Auftritten, doch die fallen aufgrund der Corona-Pandemie aktuell weg.

G. G. Anderson singt und tanzt auf der Bühne
G. G. Anderson macht sich Sorgen um die Zukunft des Schlagers © Bodo Schackow/dpa

Rechnungen wollen trotzdem beglichen werden. Das stürzt so manchen Star in eine finanzielle Krise. Künstler, die schon länger im Geschäft sind, haben es da leichter durch die Pandemie zu kommen. G. G. Anderson ist bereits seit den 80er Jahren erfolgreicher Schlagersänger. Doch auch dem 70-Jährigen wird schwindelig, wenn er auf die Zahlen schaut. Der Eschweger hat ausgepackt, wie er und einige Kollegen um das Überleben kämpfen.

Schlagersänger G. G. Anderson kämpft sich durch die Corona-Krise

Mir tut besonders der Schlager-Nachwuchs leid, der derzeit keine Möglichkeit hat, mit Auftritten Geld zu verdienen“, beschreibt G.G. Anderson die Situation vieler seiner Kollegen.

Für den Schlagerstar selbst sieht es nicht ganz so schlecht aus. „Wenn ich nicht 1500 Songs geschrieben hätte, die nach wie vor Tantiemen abwerfen, sähe es bei mir düster aus“. Der 70-Jährige schrieb Titel für Stars wie Roland Kaiser (68), Thomas Anders (57) oder Andy Borg (59). Seit dem G. G. Anderson 1999 seine Plattenfirma wechselte, produziert der „Weiße Rosen schenk’ ich Dir“-Sänger beinahe jedes Jahr ein neues Album. Die vielen Jahre der harten Arbeit zahlen sich in der aktuellen Krisen-Situationen für den Schlagersänger aus. Dennoch kämpft auch der erfolgreiche Musiker ums Überleben.

Schlagerstar G. G. Anderson will sich engagieren, damit es Kollegen besser geht

Wie sehr G. G. Anderson unter dem Auftrittsverbot leidet, hat der Schlagersänger einmal vorgerechnet. „Bis ins neue Jahr hinein sind es bei mir rund 400 000 Euro, die ich nicht einnehme.

Schlagerstars G. G. Anderson und Bernhard Brink in der Sendung „Die Schlagercharts“
Am 28. Oktober werden sich die Schlagerstars G. G. Anderson und Bernhard Brink auf der Demo in Berlin wiedersehen © Screenshot Instagram G. G. Anderson

Darunter fallen die Gagen von drei abgesagten Tourneen mit 109 Terminen und etwa 25 Gala-Auftritte“, klagte der Vater zweier Söhne die Lage im Interview mit bild.de. Doch der Schlagerstar, der mit richtigem Namen Gerd Grabowski heißt, möchte nicht nur meckern, sondern etwas für seine Kollegen unternehmen, die mit Existenzängsten zu kämpfen haben. (Hier gibt es einen Überblick über Schlagerstars und ihre Künstlernamen).

Am 28. Oktober wird G. G. Anderson bei der Demonstration der Veranstaltungswirtschaft in Berlin dabei sein. Unter dem Namen „AlarmstufeRot“ fordern die Teilnehmer mehr Auftrittsmöglichkeiten und finanzielle Hilfen zur Überbrückung. Immer mehr Stars engagieren sich für die Unterstützung ihrer Kollegen.

Bernhard Brink befürchtet, das Schlagerleute abgehängt werden

Zu G. G. Anderson will sich auch Schlagerstar Bernhard Brink (68) auf die Demo gesellen. „Viele Schlagerleute werden abgehängt, das darf einfach nicht sein! Meine Band musste in ihre alten Handwerksberufe zurückkehren“, erklärte Bernhard Brink seine Motivation.

Herbert Grönemeyer (64) hielt bereits eine flammende Rede bei einer „AlarmstufeRot“ Demo für mehr Unterstützung der Veranstaltungsbranche und erntete dafür viel Beifall von anderen Stars, wie von Schlagersängerin Beatrice Egli (32). Für die kommende Veranstaltung haben sich zahlreiche weitere Schlagerstars angekündigt. Mit dabei wollen unter anderen Christian Anders, Cindy Berger und die Band Karat sein. (Hier gibt es einen Überblick über Schlagerstars, die einen tragischen Tod fanden)

Weitere spannende Geschichten aus der Welt des Schlagers gibt es auf der Themenseite von extratipp.com.

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