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Schlager: Streit um Erbe von Udo Jürgens nun endlich entschieden - Familie bekommt Recht

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Von: Jonas Erbas

Der Streit um das Erbe von Schlagerstar Udo Jürgens hat ein Ende: Ein Gerichtsurteil begünstigte nun die Familie des 2014 verstorbenen Österreichers - sein ehemaliger Manager geht indes leer aus.

Klagenfurt - Endlich herrscht Klarheit im Streit um das musikalische Erbe von Udo Jürgens (†80): Seit 2017 standen sich die Angehörigen des bekannten Schlagerstars und sein ehemaliger Manager Freddy Burger (75) mehrfach vor Gericht gegenüber, kämpften um die Rechte an rund 1000 Hits (darunter Klassiker wie „Aber bitte mit Sahne“ oder „Ich war noch niemals in New York“) - das hat nun ein Ende. Das Handelsgericht Zürich entschied nun zugunsten der Familie des gebürtigen Klagenfurters. Doch was bedeutet dieses Urteil für die Erben genau?

Udo Jürgens sitzt im Bademantel am Klavier
Schlagerstar und Entertainer Udo Jürgens zählte zu den größten Musiker des deutschen Sprachraums - um die Rechte an seinen Songs entbrannte nach seinem Tod ein heftiger Streit zwischen der Familie und dem Manager des Klagenfurters © Britta Pedersen/dpa/picture alliance

Schlager: Streit um Liedgut von Udo Jürgens beigelegt - Hinterbliebene gewinnen vor Gericht

Knapp vier Jahre dauerte der Streit um das Liedgut von Entertainer Udo Jürgens, der am 30. September 1934 als Jürgen Udo Bockelmann (Die Künstlernamen der Schlagerstars und ihre echten Namen) im österreichischen Klagenfurt zur Welt kam, an. Ein Schweizer Gericht sprach nun ein Machtwort - und begünstigte damit klar die Kinder sowie die letzte Lebensgefährtin des gefeierten Unterhaltungsmusikers. Die hatten 2017 gegen Ex-Manager Burger geklagt. Jürgens‘ ältester Sohn John (56) gab sich bereits 2018 gegenüber der BILD kämpferisch: „Die Songrechte haben zu Lebzeiten unserem Vater gehört.“

Manager Freddy Burger hielt wiederum als Verwaltungsratspräsident der Udo Jürgens Master AG seiner Ansicht nach die Liedrechte des bundesweit berühmten Schlager-, Chanson- und Popsängers - damit waren die Erben des Österreichers, der auch die Schweizer Staatsbürgerschaft besaß, gar nicht einverstanden. Dementsprechend kam der Fall vor Gericht.

Schlager: Udo Jürgens‘ musikalisches Erbe geht an Familie - was bedeutet das Urteil?

Dieses fällte nun ein eindeutiges Urteil: Zukünftig dürfen keine Lieder von Udo Jürgens ohne ausdrückliche Zustimmung der Begünstigten mehr veröffentlicht werden. Zudem werden die Begünstigten an allen Erlösen aus möglichen Veröffentlichungen oder Aufführungen des Liedguts des Schlagersängers beteiligt. Dies könnten ihnen jährlich mehrere Hunderttausend Euro einbringen, berichtet die BILD.

Der Boulevardzeitung gegenüber zeigte sich Sohn John merklich erleichtert: „Wir sind froh, dass die Sache entschieden ist. Endlich ist klar, dass sich Papas Manager die Rechte unrechtmäßig unter den Nagel reißen wollte. Wir konnten den musikalischen Nachlass unseres Vaters erfolgreich verteidigen. So können wir ihn in seinem Sinne bewahren. Und wir werden es weiterhin tun.“

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