Schlagerstar vor Gericht

Schlager: Angelo Kelly vor Gericht verurteilt wegen Kinderarbeit

Angelo Kelly mit seinen Kindern auf der Bühne (Fotomontage)
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Kinderarbeit bei Angelo Kelly? Das Urteil will der Schlagerstar nicht akzeptieren und zieht erneut vor Gericht (Fotomontage)

Angelo Kelly wurde der Kinderarbeit schuldig gesprochen. Das will der Schlagersänger nicht akzeptieren. Der Rechtsstreit geht in die nächste Runde.

Hassfurt - Herber Rückschlag für Angelo Kelly (39). Dem Schlagersänger wurde vorgeworfen, seinen damals vier-jährigen Sohn zur Kinderarbeit genötigt zu haben.

Unbeschwerte Familientradition oder Kinderarbeit? Angelo Kelly will den Vorwurf, er würde etwas gegen den Willen seines Kindes tun, nicht so stehen lassen.

Bei einem Konzert der Familie stand William (5) 2019 mit seinen Eltern und seinen Geschwistern nach 20 Uhr auf der Bühne. Viel zu spät für ein kleines Kind, urteilte das bayerische Gericht und verdonnerte Angelo Kelly zu einem Bußgeld von 5000 Euro. Die Schlager-Familie wollte die Anklage so nicht akzeptieren und ist dagegen vorgegangen. Doch der Richter in Hassfurt stellte fest: „Er ist schuldig, als Arbeitge­ber verbotenerweise ein Kind beschäftigt zu haben“.

Richter begründet Urteil gegen Schlagersänger Angelo Kelly

Für Angel Kelly, früher selbst ein großer Kinderstar, gehört das Singen vor einem großen Publikum zur Familientradition. Seit seiner frühsten Jugend tourt der Schlagerstar mit seiner singenden Großfamilie, der Kelly Family, durch Europa.

Heute ist der 39-Jährige mit seiner eigenen Familie erfolgreich als Schlager-Band unterwegs (rund 33.000 monatliche Hörer bei Spotify). Ist das nun Kinderarbeit? Ja, urteilte das Gericht. Für Kinder in Williams Alter gelte ein besonderer Schutz. Kinder unter sechs Jahren dürfen an Aufführungen nur bis 17 Uhr teilnehmen, William stand wohl bis 20 Uhr mit seinen vier Geschwistern, Mutter Kira (41) und Angelo Kelly auf der Bühne.

Noch bevor das Konzert startete, wurde der Schlagersänger auf diese rechtliche Lage hingewiesen. „William habe in einem Abhän­gigkeitsverhältnis zu seinem Vater gestanden, es habe keine Ausnahme wie ein Hob­by im Sportverein oder Kir­chenchor oder eine Tätigkeit im Familienhaushalt vorgele­gen, ... selbst wenn es sich hier um eine Musiker-Familie handelt“, begründet der Richter die Entscheidung, wie bild.de berichtete. Persönlich war der Musiker bei dem Richterspruch nicht vor Ort.

Rechtsstreit des Schlagerstars geht in die nächste Runde

Obwohl die Strafe von ursprünglich 5000 Euro auf 3000 Euro herabgesenkt wurde, will sich Angelo Kelly das Urteil nicht bieten lassen. Bisher habe der Schlagersänger immer sehr gut mit den Behörden zusammengearbeitet.

„Als Vater ist mir das Wohlbefinden meiner Kinder am Allerwichtigsten! William war und ist bei unseren Shows zu keiner Zeit verpflichtet mit uns aufzutreten. Wenn er es tat, dann nur weil er es wollte“, erklärt der Schlagersänger auf Instagram. Das letzte Urteil ist in dem Fall noch nicht gesprochen, denn der blonde Schlagerstar will sich weiter gegen den harten Vorwurf der Kinderarbeit wehren. „Heute aber wurde ein Urteil in Hassfurt gesprochen, was ich wegen der darin getroffenen Erwägungen nicht anerkenne und deshalb werde ich den Rechtsweg weitergehen“, gibt sich Angelo Kelly kämpferisch.

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