Alles für den Sieg

Schlager: Andrea Kiewels dramatische Kindheit - Drogen zur Leistungssteigerung verabreicht

Andrea Kiewel streckt ihren Arm nach rechts und sieht so aus, als wolle sie sich beschweren, im Hintergrund Tabletten und Pillen (Fotomontage)
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Heute ist Andrea Kiewel über das Vorgehen entsetzt. Der Sportlerin wurden in der Jugend Drogen zur Leistungssteigerung gegeben. (Fotomontage)

Als Spitzensportlerin der DDR litt Andrea Kiewel unter dem heftigen Drill ihrer Trainer. Für den Sieg wurde die junge Schwimmerin sogar unter Drogen gesetzt.

Mainz - Seit vielen Jahren sorgt Andrea Kiewel* (55) jeden Sommer für gute Laune im ZDF-Fernsehgarten*. Auch als Kind war die Schlager*-Moderatorin schon eine echte Frohnatur und Plaudertasche. Zum Glück konnte sich das „Kiwi“ bewahren, obwohl die Kindheit der 55-Jährigen alles andere als entspannt war.

Andrea Kiewel gibt einen Einblick in ein dunkles Kapitel. Die Moderatorin hatte unter den Praktiken ihrer Schwimm-Trainer zu leiden.

Schon früh erkannte man in der DDR ihr Talent als Leistungsschwimmerin, wie extratipp.com* berichtet. Harter Drill und erbarmungslose Trainer machten der jungen Sportlerin das Leben schwer. Doch nicht nur das. Andrea Kiewel wurde als junges Mädchen unter Drogen gesetzt.

Schlager: Noch heute ängstigt sich Andrea Kiewel vor der damaligen Schwimmhalle

„Ich wollte Olympiasiegerin werden“, so Andrea Kiewel über ihren großen Traum. Dafür nahm die Schlager-Moderatorin (Die größten deutschen Schlagersänger aller Zeiten)* so einiges in Kauf.

Eines Tages war es dann so weit und die 55-Jährige durfte ins Schwimm-Team der Olympia- und Weltmeisterinnen der DDR wechseln. Dabei waren die Trainer nicht gerade zimperlich mit den jungen Talenten. „Nie wieder im Leben bin ich so schlimm und so oft beschimpft und angebrüllt worden“, schildert Andrea Kiewel die harte Zeit in ihrer Biografie „Meist sonnig“. Damals zählten nur die Medaillen, die die Sportlerinnen für die DDR holen sollten. Diese Erfahrungen haben bleibende Spuren bei der Blondine hinterlassen (Die größten Skandale der Schlagerszene aller Zeiten)*.

„Seit ich den DDR-Nationalmannschaftsbadeanzug an den Nagel hing, habe ich meine Schwimmhalle im Berliner Sportforum nie wieder betreten. Die Wahrheit? Ich ängstigte mich“, gibt die Schlager-Expertin zu. Besonders eine Sache macht „Kiwi“ auch heute noch sauer. Die Trainer gaben den unwissenden Sportlerinnen Doping zur Leistungssteigerung.

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Schlager: Andrea Kiewel wurden Drogen verabreicht

„Nach den Trainingseinheiten reichte mir mein Trainer einen kleinen Plastikbecher mit ‚Vitamintabletten‘. Und einen Becher mit einer gelblichen Flüssigkeit“, berichtet Andrea Kiewel von dem unfreiwilligen Doping. Dieses Vorgehen war kein Einzelfall.

Experten gehen davon aus, das allen Leistungsschwimmerinnen ab 14 Jahren Anabolika verabreicht wurden. Leber- und Herzschäden und ein höheres Krebsrisiko durch diese Präparate wurden in Kauf genommen. Zudem seien mit den jungen Talenten einige Experimente vorgenommen worden. „Man entfernte mir dort auch den Blinddarm und durchbohrte mir die Nasennebenhöhlen“, so die Schlager-Expertin.

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