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Schlagerstar Rex Gildo: Sein Leben wird verfilmt - Erste Boykott-Aufrufe werden laut

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Der Letzte Tanz, die Rex-Gildo-Story Kilian Berger, spielt den jüngeren Rex Gildo, Ben Becker als Manager Fred Mickey,
Schlagerstar Rex Gildo: Sein Leben wird verfilmt - Erste Boykott-Aufrufe werden laut. © Ralf Müller via www.imago-images.de

Der Regisseur Rosa von Praunheim arbeitet derzeit an einem biografischen Film über Rex Gildo. Besonders Gildos verheimlichte Homosexualität soll gezeigt werden.

Berlin – „Der letzte Tanz – Die Rex-Gildo-Story“ soll das biografische Doku-Drama heißen, dass Regisseur Rosa von Praunheim, bekannt durch „Härte“ oder „Darkroom – Tödliche Tropfen“, derzeit für den RBB dreht. Darin will der Filmemacher das Leben des Schlagerstars Rex Gildo, der sich 1999 tragischerweise durch einen Sprung aus dem Fenster seiner Wohnung das Leben nahm, auf die Leinwand bringen. Gildo verheimlichte seine Homosexualität zeitlebens:

Seine Frau Marion hieß eigentlich Margot und war seine Cousine, seinen Lebensgefährten Dave Klingeberg stellte der „Fiesta Mexicana“-Interpret stets als seinen Sekretär vor. Auch mit seinem Entdecker und langjährigen Manager Fred Miekley soll er über 37 Jahre lang liiert gewesen sein. Diese Beziehung soll, wie unter anderem die „Bild“ berichtet, auch das Hauptaugenmerk von Rosa von Praunheims Filmprojekt werden.

Die Rolle des jungen Gildo wird dabei von Kilian Berger gespielt, während Kai Schumann den gealterten Schlagersänger mimt. Ben Becker übernimmt den Part von Fred Miekley. Neben dramatisierten Szenen aus Gildos Leben kommen außerdem Weggefährten des Musikers zu Wort: So kommen unter anderem Gitte, Bernhard Brink und Cindy Berger in Einspielern zu Wort.

Nicht alle Fans des Schlagerstars unterstützen von Praunheims Projekt: Es werden sogar Boykott-Aufrufe laut

Rosa von Praunheim verarbeitete in den meisten seiner Filme das Thema Homosexualität. Auch in „Der letzte Tanz — Die Rex-Gildo-Story“ will der Filmemacher sich auf die Sexualität des Musikers konzentrieren. Gildo verheimlichte seine Homosexualität zeitlebens — lange Zeit lebte er außerdem in Angst vor Kriminalisierung, war gleichgeschlechtliche Liebe doch bis 1994 offiziell verboten.

Nicht alle Fans des sogenannten „Sonnyboys“ unterstützen von Praunheims Projekt: Nessa Notedigo, die Autorin von Rex Gildos Biografie „Rex Gildo - Ein Leben zwischen Heimlichkeit und Applaus“ rief sogar zum Boykott des Films auf. Sie findet, dass der „Der Sommer ist vorbei“-Interpret nicht auf seine Sexualität reduziert werden solle.

Die Privatsphäre des Sängers sei bei weitem nicht das Interessanteste an ihm. Von Praunheim dagegen besteht darauf, dass gerade die kriminalisierte Liebe Gildos thematisiert werden solle. Sein Film „Der letzte Tanz – Die Rex-Gildo-Story“ sei schon zu zwei Dritteln fertig gestellt. Im Herbst 2022 wird er Premiere feiern.

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