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„Eine Art Schauspiel“ - Roy Black Manager packt über „Ganz in weiß“ aus

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Von: Chiara Kaldenbach

Roy Black lacht (schwarz-weiß Bild)
Roy Black Manager packt über „Ganz in weiß“ aus - War es nur ein Schauspiel? © dpa | Horst_Ossinger, dpa | Bernd Thissen

Roy Black schaffte seinen Durchbruch mit „Ganz in weiß“. Nun verrät sein Manager: Sein Gesang war in gewisser Weise eine Art Schauspiel.

Straßberg - Roy Black  (1943-1991) bleibt auch noch 30 Jahre nach seinem Tod unvergessen. In den Herzen lebt der Schlagersänger weiter, nicht nur bei Fans, sondern auch bei Manager Wolfgang Kaminski. Dieser verrät nun persönliche Details über Roy Black, der mit nur 48 Jahren an Herzversagen starb. (mit bürgerlichen Namen Gerhard Höllerich).

Roy Black lacht
Roy Black starb am 9. Oktober 1991 © Friederike_von_Stackelberg

War „Ganz in weiß“ nur ein Schauspiel? Roy Black liebte die Rockmusik

Mit dem Lied „Ganz in weiß“ schaffte Roy Black 1966 den Durchbruch in die Schlagerwelt. Seine Single verkaufte sich rund 2,5 Millionen mal. Ab da an ging es zunächst nur noch bergauf und der junge Sänger erreichte bis 1969 mit allen Songs die Top Ten.

Roy Black grinst
Mit „Ganz in weiß“ schafft Roy Black den Durchbruch 1966 © Caroline Seidel, dpa

Doch Roy Black galt als Schnulzensänger schlecht hin. Diese Musik machte Roy Black zum Star, der er damals war. Seine Songs beschreiben eine heile Welt. Klar, der Stil muss nicht jedem gefallen, aber wenigstens dem Künstler selber. Ob das so war, verrät nun sein Manager (lesen Sie auch: Schlager: Mysterium um Tod von Roy Black - Jahre später packt ein Vertrauter aus).

„Eine Form von Schauspiel“ - Manager packt über „Ganz in weiß“ aus

Roy Black begann ursprünglich mit Rock ’n’ Roll. Er coverte Lieder von Elvis Presley oder den Beatles mit seiner Band und sang schließlich auch eigene Songs in dieser Musikrichtung. Den Durchbruch schaffte er mit diesem Stil allerdings nicht. Stattdessen ging „Ganz in weiß“ 1966 durch die Decke (auch interessant: Roy Black: Das wurde aus seiner Duettpartnerin Anita Hegerland - Früher gefeierter Popstar, nun malt sie).

Roy Black vor seiner gelben Villa. Er hebt die Arme
Roy Black starb im Alter von nur 48-Jahren. Bis heute erinnern sich Fans an den Schlagerstar © Istvan Bajzat, dpa

Klar, dass dieses Lied ihn ein Leben lang verfolgte. Gerüchten zur Folge soll der verstorbene Musiker eigentlich viel lieber Rockmusiker geworden sein. Ob darin etwas Wahrheit steckt, das bleibt wohl für immer im Verborgenen. Manager und Freund Wolfgang Kaminsk hat darauf seine Antwort: „Natürlich kann man „Ganz in weiß“ nicht zum tausendsten Mal immer noch mit Innbrunst und Gefühl singen. Natürlich ist das dann auch eine Form von Schauspiel. Das gehörte dazu,“ erzählt er bei Gala (Roy Black - Dunkles Geheimnis seines letzten Tages vor Tod kommt ans Licht).

Roy Black sang gerne Schlager - Manager spricht Klartext

Schauspiel ja, aber dass Roy Black aber lieber Rockmusiker geworden wäre, das bestätigt sein Manager nicht. Auch wenn weniger Gefühl mit der Zeit in den Songs war, „gab es nichts, was er nicht gerne gesungen hätte.“ Roy Black starte freiwillig seine Karriere als Schlagersänger. „Wer sollte ihn denn dazu gezwungen haben? Die Plattenfirma nicht und ich auch nicht.“ Wirtschaftlich sei es für Roy Black immer möglich gewesen. „Wenn jemand so viel Geld hat, dass er bis an sein Lebensende nicht mehr arbeiten müsste, hat er das nicht nötig.“

Was Roy Black wirklich gewollt und gefühlt hat, bleibt bis heute ungewiss. Fest steht: Er bleibt in der Herzen und in Erinnerung als Künstler, dem man den Spaß an der Musik stets auf der Bühne angesehen hat (bei diesem Roy Black Hit muss auch Rapper Eko Fresh laut mitsingen).

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