Die Schlagersängerin im Überblick

Marianne Rosenberg: Schlagersängerin, Song-Schreiberin und Mutter aus Berlin

Marianne Rosenberg
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Marianne Rosenberg

Marianne Rosenbergs Privatleben und ihre Erfolge als Musikerin – ihr Leben zwischen Bühne, Erfolgsalben und heimlichen Beziehungen.

  • Marianne Rosenberg machte bereits als Jugendliche erste Erfahrungen als Schlagersängerin. 
  • Mit Moderator Ilja Richter führte die Sängerin drei Jahre lang eine heimliche Beziehung, aber glücklich wurde sie mit Manager Michael Klöckner, mit dem sie den Sohn Max hat. 
  • Songs der Sängerin wie "Er gehört zu mir" und "Marleen" wurden in den 70er-Jahren zum Schlager-Kult.

Berlin - Die deutsche Pop- und Schlagersängerin Marianne Rosenberg wurde am 10. März 1955 in Berlin-Lankwitz als drittes von sieben Kindern geboren. Ihr Vater ist Otto Rosenberg († 2001), ein Überlebender Sinto des Völkermordes an den europäischen Roma und Sinti, der lange Jahre Vorstandsmitglied des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma war. Er verlor im Konzentrationslager in Auschwitz nicht nur eine Großmutter und seinen Vater, sondern auch all seine zehn Geschwister.

Rosenberg wuchs auf Grund ihrer familiären Geschichte mit einer sehr toleranten Lebenseinstellung auf. In den 80er-Jahren wurde sie durch ihr Engagement zur Ikone der Schwulenbewegung, die sie unterstützte. Musikalisch erarbeitete sie sich bereits in den 70er-Jahren ihren Platz am deutschen Schlager-Star-Himmel. Songs wie "Er gehört zu mir", "Marleen" oder "I Need Your Love Tonight" machten sie berühmt und gehören noch heute in jede Playlist einer guten Schlager-Party. Ihr Privatleben hält die Sängerin sehr geheim. Es ist allerdings bekannt, dass sie mit ihrem Manager und langjährigem Lebenspartner Michael Klöckner den gemeinsamen Sohn Max hat.

Marianne Rosenberg: Kindheit und Familie 

Marianne Rosenberg wuchs in einer Künstlerfamilie mit zwei Schwestern und vier Brüdern auf. Ihre ältere Schwester Petra Rosenberg ist die Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg. Außerdem ist Rosenberg eine Cousine des deutschen Sängers und Schauspielers Randolph Rose. Bereits mit 14 Jahren gewann sie einen Talentwettbewerb im Romanischen Café im Europa-Center und nahm bereits kurz danach ihren ersten Song "Mr. Paul McCartney" auf, der schon 1970 herauskam, als die Sängerin gerade einmal 15 Jahre alt war. 

Durch ihre folgenden Singles "Fremder Mann" von 1971, "Jeder Weg hat mal ein Ende" von 1972, "Er gehört zu mir" von 1975 und "Marleen" aus dem Jahr 1976 zementierte sie ihren Karrierehöhepunkt in den 70er-Jahren und wurde deutschlandweit als Schlagersängerin gefeiert. Im Fernsehen und Radio war sie ein gern gesehener Gast und auch bei der ZDF-Hitparade war sie mehrmals dabei, was sie zu einer der erfolgreichsten Schlagermusikerinnen der 70er machte.

Marianne Rosenberg: Ihre Karriere im Überblick 

Nach ihren ersten musikalischen Erfolgen Anfang der 70er-Jahre nahm Marianne Rosenberg 1975 am deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil. Zwar belegte sie nur Platz 10, doch ihr Lied "Er gehört zu mir" wurde danach trotzdem landesweit zu einem Hit. 1976 versuchte sie er erneut beim ESC und nahm am Vorentscheid für Luxemburg teil, auch hier scheiterte sie. Bei der deutschen Vorentscheidung 1978 landete sie mit "Nein, weinen werd' ich nicht" ebenfalls nur auf Platz 7, 1980 schaffte ihr Titel "Ich werd' da sein, wenn es Sturm gibt" Platz 12 und bei der deutschen Vorentscheidung 1982 war auch nur Platz 8 für "Blue-Jeans-Kinder" drin. 

Danach distanzierte sie sich erst einmal eine Zeit lang von der Schlagerszene und brachte zum Beispiel mit Extrabreit Platten in der damals modernen Musikrichtung der Neuen Deutschen Welle heraus. Der Song "Duo Infernal (Rückkehr der phantastischen Fünf)" ging beispielweise in Richtung Punk und Ende der 80er-Jahre sorgte Rosenberg mit schrillen Bühnen-Outfits dafür, dass ihr Image noch weiter in eine rockige Richtung ging. Auch zu politischen Themen bezog sie in den Medien und musikalisch Stellung und wurde durch ihre Gleichberechtigungs-Einstellung zur Ikone der Schwulenbewegung. 

1988 veröffentlichte die Schlagersängerin einen Remix ihres Mega-Hits "Er gehört zu mir", der viel im Radio gespielt wurde und so für neue Aufmerksamkeit sorgte. 1989 sang sie dann den Song "I Need Your Love Tonight" für die Fernsehserie "Rivalen der Rennbahn", den sie gemeinsam mit Dieter Bohlen produzierte, der das Lied auch geschrieben hatte. 1989 veröffentlichte sie mit Produzent Harald Steinhauer das Album "Uns verbrennt die Nacht" und landete mit der ersten Single-Auskopplung "Ich denk an Dich" erneut einen Hit. In den 90er-Jahren veröffentlichte sie weitere Alben, an denen sie teilweise mit befreundeten Song-Schreibern und Produzenten wie Marianne Enzensberger und Alex Christensen arbeitete. 2004 nahm sie für das Album "Für immer wie heute" ihre großen Hits und einige neue Tracks in völlig neuen Arrangements auf. Das Album erreichte die Top 20 der deutschen Album-Charts. Zusammen mit dem Produzenten Dirk Riegner gründete Rosenberg die Band Schattenherz. Das Album "Das Leben ist schön" erschien im Oktober 2013. Zum 50. Bühnenjubiläum 2020 erschien die Platte "Im Namen der Liebe".

Marianne Rosenberg: Ihre Erfolgsalben 

In ihrer 50-jährigen Karriere hat Marianne Rosenberg insgesamt 20 Studioalben, 2 EPs, 4 Remix-Alben, 26 Singles in den Charts, 31 Kompilationen und 2 Videoalben herausgebracht. Zweimal erreichte sie Platz 5 der Single-Charts mit den Songs "Er ist nicht wie du" von 1971 und "Marleen" von 1976. Je einmal landete sie auch auf den Plätzen 6, 7, 8 und 9 in den Top 10 der Charts mit "Lieder der Nacht" von 1976, mit "Er gehört zu mir" von 1975, mit "Fremder Mann" von 1971 und mit "Jeder Weg hat mal ein Ende" aus dem Jahr 1972. All diese Lieder hielten sich zischen 19 und 32 Wochen in den Charts. "Marleen" stieg 1976 außerdem auf Platz 24 der österreichischen Charts ein, wo der Song sich vier Wochen lang hielt. Im März 2020 brachte Marianne Rosenberg zur Feier ihres 50. Bühnenjubiläums das Album "Im Namen der Liebe" heraus. 

Die erste Single des Albums veröffentlichte sie bereits im Oktober 2019, als sie "Wann (Mr. 100%)" beim "Schlagerboom 2019" in Dortmund zum ersten Mal im TV performte. Das Album steig auf Platz 1 der Charts ein, wo es sich 15 Wochen hielt.

Marianne Rosenbergs Auftritte in Film und Fernsehen 

Auch auf dem TV-Bildschirm war Marianne Rosenberg das ein oder andere Mal zu sehen. 1976 wirkte sie in einem Porträt von Rosa von Praunheim mit und 1984 war sie in dem Vampirfilm "Der Biß" von ihrer Freundin Marianne Enzensberger zu sehen. 1987 spielte sie in dem Drama "Komplizinnen" mit und 2009 lieh sie in der Disney-Zeichentrickversion von "Der Froschkönig", "Küss den Frosch", der Mama Odie ihre Stimme. Sie synchronisierte also die gleiche Rolle wie Schauspielerin Jenifer Lewis im Englischen. 2010 wirkte sie an der Dokumentation "Long Live the People of the Revolution" mit und 2014 war sie Teil der Jury der elften Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" an der Seite von Dieter Bohlen, Sängerin Mieze Katz und Rapper Kay One.

Marianne Rosenberg: Auszeichnungen 

In ihrer Karriere bekam Marianne Rosenberg auch schon den ein oder anderen Preis überreicht. Bereits als junge Künstlerin bekam sie in den Jahren 1976 und 1977 den Bravo-Otto der Jugendzeitschrift "Bravo" in Bronze in der Kategorie "Sängerin" überreicht. 1994 gab es vom Radio Schleswig-Holstein (RHS) Gold in der Kategorie "Comeback des Jahres National" und 2019 gab es von radio B2 den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk.

Marianne Rosenberg: Privatleben und Familie 

Im September 2006 veröffentlichte Marianne Rosenberg ihre Autobiografie "Kokolores", zu der es auch ein gleichnamiges Hörbuch gibt, das die Schlagersängerin sogar selbst einsprach. Außerdem sind auf dem Hörbuch vier Bonus-Songs enthalten. Das Goethe-Institut führt ihre Autobiografie bei vier zum Genre Literatur der Sinti und Roma gewählten Rezensionen zusammen mit den Sintizas Philomena Franz und Dotschy Reinhardt auf. 

Über das Privatleben der Berlinerin ist nicht ganz so viel bekannt. Vor einigen Jahren hatte Rosenberg öffentlich gemacht, dass sie Ende der 70er-Jahre eine dreijährige Beziehung mit Moderator Ilja Richter geführt haben soll, die sie auf Drängen ihrer Plattenfirma aber geheim halten musste. Am Ende zerbrach die Beziehung, in der schon eine Heirat im Raum stand, daran, dass Richter zu sehr auf seine Mutter fokussiert gewesen sein soll. In ihrem späteren Manager Michael Klöckner fand sie schließlich ihr Glück. Das Paar hat gemeinsam den Sohn Max und sowohl Sohn als auch Partner – mit dem sie übrigens nicht verheiratet ist – waren an der Produktion und den Songs ihres neuen Albums beteiligt. Seit August 2019 hat Marianne Rosenberg auch einen Instagram-Account, auf dem Fans ab und zu mit Schnappschüssen und Informationen aus ihrem Berufsalltag versorgt.

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