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Amtsgericht hat entschieden: Frank Zander muss seine Wohnung räumen

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Frank Zander verteilt Essen und Geschenke aus dem Food Truck an Obdachlose und Bedürftige. Berlin, 16.12.2020 *** Frank
Der Schlagerstar Frank Zander muss eine schwere Niederlage verkraften – nach 54 Jahren müssen der 79-Jährige und seine Frau ihr Berliner Zuhause räumen. © Frederic Kern via www.imago-images.de

Der Schlagerstar Frank Zander muss eine schwere Niederlage verkraften – nach 54 Jahren müssen der 79-Jährige und seine Frau ihr Berliner Zuhause räumen.

Berlin – Das Amtsgericht hat entschieden, dass Musiker Frank Zander (79) seine sieben Sachen packen und sein Zuhause räumen muss. Für den 79-Jährigen ist das letzte Wort allerdings nicht gesprochen. Zander könne das Urteil weder verstehen noch könne er es akzeptieren. Der Künstler wolle sein Zuhause nicht verlieren und gehe in Berufung, so Zander gegenüber der Berliner Zeitung. Seit 54 Jahren wohnt Frank Zander mit seiner Frau in der Berliner Wohnung, die es nun laut Gerichtsurteil zu räumen gilt. Via Facebook bringt der 79-Jährige auch seine Fans auf den neuesten Stand und schreibt, dass das Urteil erst einmal verdaut werden müsse, aber er als Ur-Berliner daran glaube, dass irgendwie alles gut werde. Aber was ist eigentlich passiert?

Frank Zander zeigte sich im TV ungehalten und erhielt anschließend die Wohnungskündigung

Der Rechtsstreit entfachte, als das Haus, in dem Familie Zander lebt von einem Münchener Unternehmer gekauft wurde. Der neue Besitzer fing mit dem Ausbau des Dachbodens an, um vier neue Wohnungen zu schaffen. Die Umbauarbeiten sollen allerdings dazu geführt haben, dass im April 2020 und im Januar 2021 Dachteile in die Wohnung von Zander und seiner Frau stürzten. Der aufgebrachte Musiker äußerte sich daraufhin ungehalten in einer Fernsehsendung und einem Podcast zu den Umständen und soll von „Arschlöchern aus München“ und „Vereinigung von Idioten“ gesprochen haben.

Daraus sollte der „Hier kommt Kurt“-Interpret schmerzlich gelernt haben, dass es nicht das Schlechteste ist, über das Gesagte zunächst nachzudenken. Denn daraufhin flatterte entsprechend die Wohnungskündigung in seine Berliner Wohnung, gegen die der Musiker nun vorgeht. Beide Parteien seit Beginn fest entschlossen, den Rechtsstreit für sich zu entscheiden – sie kündigten bereits im Vorfeld an, bei einer Niederlage in Berufung zu gehen.

Einige Monate nach dem Wortgefecht in der Öffentlichkeit entschuldigte sich der 79-Jährige zwar für die Ausdrücke via Facebook. Zander habe Worte – wie Arschloch und Idiot - benutzt, die man nicht gebrauchen sollte, heißt es auf der Facebook-Seite des Musikers, und es tue ihm leid. Allerdings habe ihn diese Entschuldigung nicht vor einer Niederlage vor Gericht geschützt. Wenn seine Berufung erfolglos bleibt, muss der Musiker seine Wohnung nach 54 Jahren zum 31. Oktober räumen.

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