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Das Traumschiff: Wolfgang Rademann plante schon vor Jahren das Ende der ZDF-Kultserie

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Von: Jonas Erbas

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„Das Traumschiff“-Erfinder Wolfgang Rademann neben Schlagerstar Florian Silbereisen und der MS Amadea (Fotomontage)
Seit über 40 Jahren schippert „Das Traumschiff“ im ZDF durch die Weltmeere – dabei soll Erfinder Wolfgang Rademann (r.) bereits 1989 das Ende der Reihe geplant haben (Fotomontage) © Ursula Düren/Axel Heimken/Dietmar Hasenpusch/dpa/picture alliance

Seit 1981 schippert „Das Traumschiff“ durch die Fernsehgewässer des ZDF. Die Sendung, in der Florian Silbereisen seit 2019 auf der MS Amadea den Ton angibt, zählt zu den erfolgreichsten TV-Formaten Deutschlands. Dabei plante Produzent und Erfinder Wolfgang Rademann bereits 1989 das Ende der Reihe.

Bremerhaven - Als Wolfgang Rademann (†81) im Januar 2016 starb, verlor die deutsche Fernsehwelt einen ihrer prägendsten Macher: Der gebürtige Berliner steckte hinter erfolgreichen Formaten wie „Das Traumschiff“ oder „Die Schwarzwaldklinik“ und wurde für sein einzigartiges Schaffen mit mehreren Bambis, der Goldenen Kamera und sogar dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Doch auch über seinen Tod hinaus erfreut insbesondere sein ZDF-Traumschiff (alle Infos zur Kreuzfahrtreihe) die Fernsehzuschauer. Dort hat inzwischen Schlagerstar Florian Silbereisen (40) das Sagen und durfte mit neuen Folgen zum Jahreswechsel das sage und schreibe 41. Jubiläum der Reihe einläuten. Wie nun bekannt wurde, hätte es ursprünglich allerdings gar nicht so weit kommen sollen: Bereits 1989 plante Rademann offenbar das Ende der Sendung. Extratipp.com* von IPPEN.MEDIA berichtet.

Das Traumschiff: Wolfgang Rademann plante 1989 letzte Folge – „Als skurrile Komödie“

Fast wäre es mit Florian Silbereisens (alle Infos zum Schlagerstar) „Das Traumschiff“-Engagement nichts geworden, denn schon vor 30 Jahren wollte Produzent Wolfgang Rademann der Kreuzfahrtreihe den Stecker ziehen, wie ein ehemaliger Weggefährte nun bekanntgab. Wolfgang Ribitsch, der einst als Hoteldirektor auf der MS Berlin tätig war, wo die Sendung von 1986 bis 1999 gedreht wurde, kannte Rademann gut – und war in dessen Pläne, das ZDF-Traumschiff auf Eis zu legen, eingeweiht, wie er dem Reise-Portal Travelbook jüngst verriet.

Die Schauspielerin Ruth Maria Kubitschek und ihr, mittlerweile verstorbener, Lebensgefährte, der Produzent Wolfgang Rademann
„Das Traumschiff“-Produzent Wolfgang Rademann (†), hier mit Lebensgefährtin Ruth Maria Kubitschek, plante bereits 1989, die erfolgreiche ZDF-Reihe zu beenden – doch weil man ihm „so viel Geld geboten“ hatte, verwarf der Berliner seine Pläne schnell wieder © Ursula Düren/dpa/picture alliance

„Wolfgang Rademann und ich haben immer zusammen gefrühstückt. Dabei haben wir natürlich auch über die Dreharbeiten und die Serie gesprochen. Eines Tages hat er beschlossen, die Serie auslaufen zu lassen. Er war ziemlich sauer – die jungen Schauspieler waren zu arrogant, die ‚alten‘ zu teuer“, offenbarte Ribitsch. Die letzte Folge hätte demnach „als skurrile Komödie, in der ein Ruderboot das Traumschiff aus dem Bild zieht“, enden sollen. Doch dann kam alles doch ganz anders.

Das Traumschiff: Wolfgang Rademann verwarf Serien-Ende – „Haben mir so viel Geld geboten“

Beim ZDF wollte man auf das Erfolgs-Format nämlich verzichten und lockte Wolfgang Rademann mit finanziellen Anreizen, wie sein Namensvetter erklärte: „Am nächsten Morgen sagte er: ‚Wolfgang, ich habe gestern mit dem ZDF telefoniert. Die haben mir so viel Geld geboten, dass ich nicht aufhören kann.‘ Das war 1989 und die Sendung läuft immer noch.“

Das Fernsehpublikum freut‘s – und auch nach mehr als vier „Das Traumschiff“-Jahrzehnten verbucht die Reihe nach wie vor traumhafte Quoten. Kritik gab es jüngst allerdings immer wieder: Zahlreiche Zuschauer beschwerten sich nach dem Weihnachtsfest 2021 über die damals ausgestrahlte Folge des Formats, welche Florian Silbereisen und Co. nach Schweden führte. Sogar vom „schlechtesten Traumschiff aller Zeiten“ war die Rede. *extratipp.com ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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