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Antonia aus Tirol: Skandal um Musikvideo - Sperrung von Sony und angewiderte Fan-Kommentare

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Von: Lisa Klugmayer

Antonia aus Tirol feiert am 29.06.2013 beim Schlagermove 2013 in Hamburg mit zahlreichen Fans auf der Reeperbahn. Screenshots von Fan-Kommentaren unter dem Ankündigungsvideo ihres neuen Musikvideos. (Fotomontage)
Antonia aus Tirol versteht die Aufregung um ihr neues Musikvideo nicht. © Bodo Marks/dpa & Instagram/Antonia aus Tirol

Dirndl und Schunkel-Schlager gehören der Vergangenheit an. Antonia aus Tirol hat sich neu erfunden und macht nun mit ihrem Schmuddel-Musikvideo auf sich aufmerksam.

Linz, Österreich - Antonia aus Tirol (40) hat keinen Bock mehr auf Schlager und macht jetzt einen auf harte Rocker-Braut. Doch muss ein Image-Wechsel tatsächlich so radikal sein? In ihrem neuen Musikvideo gab es schließlich ein paar eindeutige Szenen, die einige Fans sprachlos machten. Unter anderem ist von Sexismus, Frauen-Unterdrückung und Missbrauchs-Verharmlosung die Rede.

Antonia aus Tirol: Schmuddel-Skandal um Musikvideo

Dass sich Künstlerinnen über die Jahre neu erfinden, ist keine Seltenheit: Madonna (62), Taylor Swift (31) und nun auch Antonia aus Tirol, die mit bürgerlichen Namen Sandra Stumptner. Im August letzten Jahres verkündete die hübsche Brünette ihren Abschied vom Ballermann und der Schlagerwelt. Ihr Plan: Härtere und rockigere Musik.

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Ihr erster Song als Nicht-Schlagersängerin (Die größten deutschen Schlagersänger aller Zeiten) ist eine Coverversion des Rock‘n Roll-Klassiker „Jailhouse Rock“ von Musik-Legende Elvis Presley. Das Musikvideo zur Single sorgt nun für reichlich Aufregung. Darin wird Antonia aus Tirol (Die Künstlernamen der Schlagerstars und ihre echten Namen) von einem US-Sheriff von der Bühne abgeführt. Er drückt sie in einem kargen Gefängnisraum mit dem Gesicht an die Wand, reißt ihr das Kostüm vom Leib, lässt seine Hose herunter und drückt sich im Stehen von hinten an Antonia heran - den Rest kann man sich denken.

Danach steht die ehemalige Schlagersängerin nur in roter Reizwäsche bekleidet an der Wand. Der Polizist wirft ihr ein Kleid und High Heels hin. Sie zieht es an und wird in Handschellen in eine Zelle geführt.

Antonia aus Tirol: „Ich verstehe die Aufregung nicht“

Krasse Szenen, die für Aufregung sorgen (Die größten Skandale der Schlagerszene aller Zeiten). Das Video wurde bereits am Dienstag (23. Februar 2021) im Auftrag von Sony Music Entertainment gesperrt. Die Plattenfirma hält die Verlagsrechte an dem Elvis-Presley-Song. Auf YouTube wird die Sperrung mit der Verletzung des Urheberrechts begründet.

Antonia aus Tirol
Dirndl und Schlager gehören der Vergangenheit an. Antonia aus Tirol macht nun mit ihrem Schmuddel-Musikvideo auf sich aufmerksam. © Globe4Music

Doch auch viele Antonia-Fans sind angewidert. Während es durchaus einige Zuschauer gibt, die dem eindeutigen Video etwas abgewinnen konnten, gab‘ es von anderen den Vorwurf die Schlagersängerin würde eine Vergewaltigung verharmlosen. „Wie kommt man überhaupt auf die Idee, eine Missbrauchsszene mit einzubauen?“, fragte ein User auf Facebook. 

Auch auf Instagram hagelte es negative und verurteilende Kommentare. „Du bist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten“, schrieb ein User. Ein anderer Nutzer vermutet, dass dahinter kalkuliertes Marketing steckt und kommentiert: „Ziel wurde erreicht, man spricht wieder mal von ihr, künstlerisch betrachtet eher belanglos, doch wir wissen „sex sells!“

Antonia (37.225 monatliche Hörer*innen auf Spotify) selbst versteht den Wirbel nicht. Sie wollte in dem Video nur ihre Fantasien ausleben. Die Idee habe sie - etwas abgewandelt - aus dem Film „Fifty Shades of Grey“ übernommen. Im Interview mit der österreichischen Heute-Zeitung erklärt sie: „Ich kann diese Aufregung nicht wirklich verstehen. Und das im Zeitalter des Internets, wo auf weitaus schlimmere Dinge frei zugegriffen werden kann.“

Zu guter letzt hat sie noch einen Tipp für alle, die ein Problem mit dem Video haben. „Wenn jemand sexuelle oder erotische Szenen, wo man eigentlich nichts sieht, als ‚ekelhaft‘ bezeichnet, dann sollte er sich Hilfe holen. Denn dann hat man ein gestörtes Verhältnis zu seinem Sexualleben.“

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