Bei Kontrolle aufgeflogen

Zucker im Apfelwein: Staatsanwalt ermittelt gegen Keltereien

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Region Rhein-Main - Der Apfelwein wird jetzt zum Fall für die Staatsanwaltschaft. Grund: Die drei größten hessischen Apfelweinkeltereien haben Zuckerzusatz nicht deklariert.

Aufregung um Hessens Nationalgetränk: Der Apfelwein beschäftigt nun die Staatsanwaltschaft. Das Verbraucherschutzministerium in Wiesbaden bestätigte am Donnerstag, dass Kontrolleure bei den drei größten hessischen Apfelweinkeltereien Unregelmäßigkeiten festgestellt haben. Sie fanden demnach im Stöffche Zuckerzusatz, der nicht deklariert worden war. Außerdem seien weniger hessische Äpfel verarbeitet gewesen, als zu erwarten gewesen wäre. „Wegen möglicher Verstöße gegen Marken- und Lebensmittelrecht wurden die Kontrollergebnisse an die zuständigen Staatsanwaltschaften weitergeleitet“, erklärte das Ministerium. Die betroffenen Keltereien haben nach eigenen Angaben bereits Konsequenzen gezogen. Allerdings sei man mit dem Land uneins, wie viele Äpfel aus Hessen im namensgeschützten „Hessischen Apfelwein“ enthalten sein müssen.

dpa

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