Unsere Giraffen sind sicher

Zoo Frankfurt und Opel-Zoo lehnen Giraffen-Tötung ab

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Die Giraffen in Kronberg und Frankfurt sind sicher. Eine Methode wie in Kopenhagen ist vollkommen ausgeschlossen.

Frankfurt/Kronberg  - Hessische Giraffen werden nicht geschlachtet und schon gar nicht öffentlich seziert. Die Zoodirektoren von Frankfurt und Kronberg halten Vorfälle wie die Giraffen-Tötung  in Kopenhagen für ausgeschlossen.

In beiden Zoos werden Giraffen gehalten, und sie bekommen auch regelmäßig Nachwuchs, der jeweils an andere Tiergärten abgegeben wird.

Nach der Tötung des Giraffenjungen Marius in Kopenhagen am Sonntag reißen die Proteste nicht ab. Das Tier war betäubt und erschossen worden, weil im Giraffengehege kein Platz für ihn war. Sein Tod und die Obduktion vor Kinderaugen hatten international Empörung ausgelöst.

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„Die Empörung kann ich nachvollziehen, die Zoobesucher sind zu recht entsetzt", sagte der Frankfurter Zoodirektor Manfred Niekisch  der Nachrichtenagentur dpa. Selbst wenn das Vorgehen des Kopenhagener Zoos rein rechtlich in Ordnung gewesen sei, finde er es indiskutabel. „Unsere Besucher wollen lebende Tiere sehen."

Platzgründe dürften kein Grund sein, ein Tier zu töten: „Wenn man züchtet, muss man sich vorher überlegen, wo die Jungtiere bleiben können.“

In Frankfurt, wo vor einer Woche ein Giraffenjunges geboren wurde, leben derzeit ein Bulle und drei erwachsene Weibchen. Zwei ältere Jungtiere würden an andere Zoos abgegeben - das passiere mit allen Jungtieren, um Inzucht zu vermeiden, sagte Niekisch.

Bei Bedarf könne die Zucht auch verlangsamt werden - dann werde der Bulle eine Zeitlang getrennt von den Weibchen gehalten.

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Besuch bei Baby-Giraffe Katja im Opel-Zoo

Im Opel-Zoo in Kronberg leben derzeit sieben Giraffen, darunter ein Jungtier. Auch dort wird der Nachwuchs an andere Zoos abgegeben.

Probleme gebe es damit nicht, sagt Zoodirektor Thomas Kauffels. „Bisher sind alle untergekommen.“ Aus ethisch-tiergärtnerischer Sicht sei gegen die Verfütterung des Giraffenfleischs nichts einzuwenden. Es sei eine sinnvolle Verwendung, und auch in der Natur würden die Tiere von Großräubern gefressen.

In Frankfurt werden tote Tiere stets zur Untersuchung an die Pathologie in Gießen abgegeben und nicht verfüttert. Für die Raubtiere werde Fleisch gekauft, sagte Niekisch.

dpa

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