Stadtteilgeschichte

Zehn Gründe, warum Friedrichsdorf so toll ist

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Friedrichsdorf ist die Stadt des Zwiebacks, wie dieses wunderschöne Schild am Ortseingang zeigt.
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Friedrichsdorf – Viel Sonne und ein bisschen Monte Carlo – all das gehört zu Friedrichsdorf. Der EXTRA TIPP hat weitere Gründe zusammen getragen, warum diese Stadt besonders ist. Der EXTRA TIPP hat zehn Gründe zusammen gestellt, die Friedrichsdorf so besonders machen. Von Axel Grysczyk

1. Friedrichsdorf hat berühmte Sohne und Töchter. Marie Blanc (1833-1881) – eine Schusterstochter – wuchs zusammen mit neun Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen auf. Zu gesellschaftlichem Glanz und Reichtum kam sie, als sie mit 15 Jahren den reichen Spielbankpächter François Blanc kennenlernte und heiratete. Zusammen gründeten sie die Spielbank in Monte Carlo. Außerdem lebte Philipp Reis in der Stadt. Er gilt als der Erfinder des Telefons. In seinem ehemaligen Wohnhaus wurde ein Museum eingerichtet.

2. Friedrichsdorf kommt auch immer wieder in der EXTRA TIPP-Berichterstattung vor (alle Artikel nachzulesen im Internet unter www.extratipp.com). Und in unseren Artikeln sorgen Friedrichsdorfer immer wieder für Kurioses und Rekorde. Zum Beispiel Alexander Lange: Mit 423 Metern hält er den deutschen Rekord für den weitesten Abschlag beim Golf.

3. In Friedrichsdorf lebt man auf der Sonnenseite: Die Lage der Stadt am Südhang des Taunushauptkamms bewirkt eine höhere Zahl an Sonnenstunden, außerdem ist die Stadt dadurch vor kalten Nordwinden geschützt.

4. Friedrichsdorf gilt als „Stadt des Zwiebacks“. Wer den Zwieback erfunden hat und wer ihn nach Friedrichsdorf gebracht hat, ist nicht bekannt. Aber schon bei den Römern war dieses Gebäck beliebt. Christoph Stemler übernahm 1788 die Bäckerei seines verstorbenen Bruders in Friedrichsdorf. Das Wissen um die Herstellung des zweifach Gebackenen soll er sich auf holländischen Kriegsschiffen angeeignet haben.

5. Der erste Toom Markt überhaupt in Deutschland wurde am 10. Juni 1970 in Friedrichsdorf von dem Unternehmer Willi Leibbrand eröffnet.

6. Friedrichsdorf hat durch den Hugenotten-Einfluss französischen Charme. Bis zum Ersten Weltkrieg war Französisch die primäre Sprache. Die Gottesdienste in der reformierten Kirche wurden bis 1913 ebenfalls auf Französisch gehalten.

7. Friedrichsdorf ist der Sitz gleich mehrerer Organisationen und Verbände, unter anderem der evangelikale Hilfsorganisation World Vision Deutschland und des hessischen Bauernverbandes.

8. Wer in Friedrichsdorf lebt, weiß zu feiern: Hugenottenmarkt, Seulberger Brunne- und Dippefest, Schützenfest, Köpperner Batschkappenfest, Dorfspaß in Burgholzhausen und die Friedrichsdorfer Sommerbrücke sind nur einige Feste, bei denen es sich lohnt, einmal vorbeizuschauen.

9. Auch religiös ist Friedrichsdorf abwechslungsreich: In Friedrichsdorf steht der 1987 eröffnete Frankfurt-Tempel, einer der beiden Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) in Deutschland.

10. Arm ist Friedrichsdorf nicht: Im Jahr 2012 wies die Stadt einen weit überdurchschnittlichen Kaufkraftindex von 135,5 Prozent des Bundesdurchschnitts (100 Prozent) auf.

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Axel Grysczyk

Axel Grysczyk

E-Mail:axel.grysczyk@extratipp.com

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