Prozess um Anschlag auf Islamkritiker Khan

Staatsanwalt glaubt nicht an „Marketing-Aktion“

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Im Prozess um den Anschlag auf den Islamkritiker Zahid Khan steht der Hauptangeklagte unter Verdacht zur Anstiftung zu Mord.

Darmstadt/Rodgau - Heute wurden die Angeklagten im Zahid-Khan-Prozess  befragt. Der Auftraggeber der Angreifer steht zu seiner Aussage. Doch die Staatsanwaltschaft des Landgerichtes Darmstadt sieht dies anders.

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Im Darmstädter Prozess um den versuchten Mord an dem Islamkritiker Zahid Khan hat der mutmaßliche Auftraggeber die Tat als „Marketing-Aktion“ bezeichnet. Er habe damit auf die Gefahr durch radikale Salafisten in Deutschland aufmerksam machen wollen, betonte der 41-Jährige am Mittwoch vor dem Landgericht. Nach seiner Darstellung suchte er damals im Juli 2013 die Öffentlichkeit. Die Staatsanwaltschaft geht dagegen davon aus, dass der Angeklagte aus Wut über Khans islamkritische Buch „Die Verbrechen des Propheten Mohammed“, handelte.

Der Mann soll zwei Mitangeklagten Geld für den Angriff auf Khan im südhessischen Rodgau geboten haben. Der 41-Jährige blieb am Mittwoch im Kern bei der Version, die er zu Beginn des Prozess in der vergangenen Woche präsentiert hatte. Zugleich bestritt er, mit Khan etwas zu tun zu haben.

Die Mitangeklagten sollen dem Autor laut Anklage mit Messern und Schlagstöcken aufgelauert haben. Khan schoss laut Ermittlungen aus Notwehr auf einen der Angreifer und verletzte ihn.

dpa

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