Das war los am Wochenende!

Drogen in der Trommel +++ Schüsse auf Polizisten +++ Frau bedroht

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Hattersheim/Frankfurt/Offenbach - Frankfurter vergisst seine Drogen in der Waschmaschine, in Frankfurt ist ein Streifenwagen beschossen worden und in Hattersheim hat ein Mann seine Ex-Freundin in der eigenen Wohnung tagelang bedroht. Das war los am Wochenende!

Relegationsspiel blieb nicht ganz friedlich

Offenbach - Laut Polizei waren beim Relegationsspiel der Offenbach Kickers gegen Magdeburg am Sonntag auf beiden Seiten eine große Anzahl gewaltsuchender Personen angereist, allerdings kam es zu keinen größeren Auseinandersetzungen. Doch kurz vor Spielende stürmten einige wenige Offenbacher Anhänger auf den Platz und das Spiel musste unterbrochen werden. Den Ordnern des Vereins gelang es nicht, diese zurückzuhalten, so dass die Polizei einschreiten musste. "Die Einsatzkräfte haben schnell reagiert, wurden dabei allerdings beim Zurückdrängen der Personen in den Block körperlich und mit Fahnenstangen attackiert. Sie mussten sich daher mit Schlagstöcken und Pfefferspray dagegen zu Wehr setzen, " erklärt König und resümiert, dass "das gezeigte Verhalten nichts mit Fußball zu tun hat und nicht in ein Stadion gehört." Insgesamt wurden während des Einsatzes 13 Personen vorläufig festgenommen und drei Beamte verletzt. "Rivalitäten zwischen den Fangruppen der aufeinandertreffenden Vereine und Emotionen sind bei solchen Spielen nachvollziehbar - aber einen Spielabbruch zu provozieren und gezielt Gewalt zu suchen, ist nicht hinnehmbar", so der Einsatzleiter, der abschließend den eingesetzten Kollegen seinen Dank ausspricht und den verletzten Kolleginnen und Kollegen baldige Genesung wünscht.

Demo für Datenschutz

Frankfurt - Unter dem Motto Freiheit stirbt mit Sicherheit haben am Samstag in Frankfurt 500 Menschen an einer Demonstration teilgenommen. Aktueller Anlass waren insbesondere die Pläne der Bundesregierung für die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung und die jüngst bekannt gewordenen Spionageaktivitäten von BND und NSA gegen deutsche und europäische Bürger, Firmen und Institutionen. Veranstalter war ein Bündnis unterschiedlicher Gruppen und Parteien. Die Veranstaltung ist Teil der bundesweiten Kampagne Freiheit statt Angst. Im Verlauf des Sommerhalbjahrs 2015 werden in allen Regionen Deutschlands und in Brüssel Bürgerrechtsgruppen, Datenschützer und Parteien durch mehr als 30 Demonstrationen deutlich machen: Übergriffe staatlicher Institutionen und privater Unternehmen auf das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung werden nicht widerstandslos hingenommen.

Randalierer festgenommen

Frankfurt - Einen betrunkenen Randalierer haben Beamte in Frankfurt in der Nacht zum Samstag in der Schloßstraße festgenommen. Der 28 Jahre alte Mann aus Langen schlich zunächst durch mehrere Gärten und beschädigte einen Blumenkübel, bevor er in einem Hinterhof auf ein Fahrzeug einschlug. Ein Anwohner wurde gegen 0.20 Uhr auf den Krach aufmerksam und informierte die Polizei.

Die Beamten konnten den Mann in unmittelbarer Nähe antreffen und ansprechen. Er begegnete den Beamten sofort aggressiv, beleidigte und beschimpfte sie unter anderem mit den Worten "Hurensöhne" und "Scheißbullen" und fing an nach ihnen zu schlagen. Während er festgenommen wurde, wehrte sich der Mann erheblich und schlug wieder in Richtung der Beamten. Auch nach seiner Festnahme war der Mann außer Rand und Band. Diesmal trat er in Richtung der Beamten, spuckte nach ihnen und beleidigte sie fortlaufend. Er wurde zur Ausnüchterung in das Zentrale Polizeigewahrsam gebracht. Erst am Morgen hatte er sich wieder beruhigt und konnte entlassen werden. Die Beamten blieben unverletzt.

Drogen in der Waschmaschine

Frankfurt - Eine ungewöhnliche Entdeckung machten Mitarbeiter eines Elektronikmarktes am frühen Samstagabend, als sie in einer alten Waschmaschine Drogen fanden. Sie informierten die Polizei. Zuvor hatten sie eine neue Waschmaschine an einen Kunden in Heddernheim ausgeliefert und dessen alte zur Entsorgung mitgenommen.

Der starke Geruch kam den Mitarbeitern seltsam vor. Sie öffneten die Tür der Waschmaschine und fanden in der Trommel eine Tüte Marihuana.

In der Zwischenzeit hatte auch der 19-jährige Besitzer mitbekommen, dass seine Drogen weg waren und wollte sie, unter dem Vorwand er habe Wäsche in der Waschmaschine vergessen, bei dem Elektronikmarkt wieder abholen.

Dieser Wunsch wurde ihm gewährt. Der vermeintliche Wäschesucher ließ nicht lange auf sich warten. Als er die 50 Gramm Marihuana wieder an sich nehmen wollte, wurde er von Beamten des 14. Reviers festgenommen. Nun wird er sich wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen.

Schüsse auf Polizeibeamte

Frankfurt - Eine Funkstreifenbesatzung wurde am Samstag in den frühen Morgenstunden in Frankfurt-Nordend angegriffen und zum Teil verletzt.

Gegen fünf Uhr befand sich die Streife in der Rohrbachstraße, als es plötzlich zwei Mal kurz nacheinander knallte und die hintere linke Seitenscheibe des Funkwagens beschädigt war. In der Scheibe stellten die Beamten ein etwa 2,5  Mal 3,5 Zentimeter großes Loch fest. Da sie mit weiterem Beschuss rechnen mussten, verließen sie den Gefahrenbereich und forderten Unterstützung an.

Anschließend wurde die Rohrbachstraße zwischen der Rothschildallee und der Martin-Luther-Straße abgesperrt. Mit mehreren Einsatzkräften wurde die Umgebung nach dem oder den möglichen Tätern und nach möglichen Projektilen oder Wurfgeschossen abgesucht.

In unmittelbarer Nähe des Tatortes konnten insgesamt drei Glaskugeln aufgefunden und sichergestellt werden. Ob es sich dabei um das Tatmittel handelt, muss noch geprüft werden. Von dem oder den Tätern fehlt bislang jede Spur.

Eine Polizeibeamtin erlitt ein Knalltrauma und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Ihr Kollege blieb bei dem Angriff unverletzt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel.

Mit Bierflasche zugeschlagen 

Rodgau - Am frühen Samstagmorgen wurde ein 37 Jahre alter Rodgauer, in Höhe der Raiffeisenstraße 2 in Dudenhofen, tätlich angegriffen und verletzt. Das Opfer wurde von einem, ihm Unbekannten angegangen und mehrmals mit einer Bierflasche auf den Kopf geschlagen. Nachdem der Täter seinen Angriff beendet hatte, flüchtete er in einem dunklen Mercedes Kombi vom Tatort. Der Geschädigte erlitt zwei Platzwunden und musste zur Behandlung in eine Klinik gebracht werden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 069/8098-1234 entgegen.

Ex-Freund bedroht Frau zehn Tage lang

Hattersheim - Ein 35-Jähriger verschaffte sich am Freitag durch einen Trick Zutritt zur Wohnung seiner Ex-Freundin. Dort hielt er sich zehn Tage unerlaubt auf, in dem er die Bewohnerin mit dem Tode bedrohte. Zudem forderte er sie auf, ihn zu heiraten, da er sich illegal in Deutschland aufhielt. Aus Angst um ihre vierjährige Tochter und sich selbst verständigte die Frau nicht die Polizei. Erst durch den Anruf des Bruders der Frau erhielt die Polizei Kenntnis von dem Vorgang. Den eingesetzten Beamten gegenüber versuchte der 35-Jährige noch vergeblich durch Angabe falscher Personalien seine Identität zu vertuschen bzw. sich als Flüchtling auszugeben. Der Mann wurde am nächsten Morgen dem Haftrichter des Amtsgerichts Frankfurt vorgeführt.

Dreieinhalb Jahre Haft für Messerattacke in Kirche

Frankfurt - Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke in einer als Flüchtlingsunterkunft genutzten Kirche ist ein 34-Jähriger aus Ghana in Frankfurt zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht ging in seinem Urteil am Freitag allerdings nicht wie die Staatsanwaltschaft von einem versuchten Tötungsdelikt sondern lediglich von gefährlicher Körperverletzung aus. Der Messerattacke im Juli vergangenen Jahres waren Streitigkeiten der Bewohner über Lärmbelästigungen vorangegangen. Das Opfer musste wegen schwerer Bauchverletzungen notoperiert werden.

Die Staatsanwaltschaft hatte fünfeinhalb Jahre Haft wegen versuchten Totschlags gefordert. Die Schwurgerichtskammer sah aber keinen Tötungsvorsatz beim Angeklagten. Er sei in einem emotionalen Ausnahmezustand gewesen, nachdem er zuvor bei der Auseinandersetzung über Lärm selbst verletzt worden war. Gewalttaten dieser Art seien ihm darüber hinaus völlig wesensfremd, sagte die Vorsitzende Richterin, die sich auf mehrere Zeugenaussagen berief. Bereits kurz nach dem Stich sei er sehr erschrocken gewesen und habe sich zu der Tat bekannt.

Brand einer Scheune in Usingen

Bilder: Scheune steht in Flammen - 250.000 Euro Schaden

Usingen - Am Samstagabend wurde der Rettungsleitstelle des Hochtaunuskreises durch mehrere Zeugen der Brand einer Scheune im Usinger Stadtteil Merzhausen mitgeteilt. Der Brand brach in einer Scheune aus, und griff anschließend auf das angrenzende Wohnhaus über. Die Scheune brannte nieder, das Wohnhaus wurde ebenfalls total beschädigt und ist unbewohnbar. Umliegende Häuser mussten während der Löscharbeiten evakuiert werden. Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Der Brandschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mind. 250.000 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

red/dpa

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