Die kleinen Dinge sind wichtig

So wird man glücklich: Experten geben Tipps

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Das Glück liegt oft in kleinen Dingen: Man kann es zum Beispiel bei einem sonnigen Herbstspaziergang mit lieben Menschen finden.

Region Rhein-Main - Jeder will es: Das dauerhafte Glück. Doch wie kann man es erreichen? Der EXTRA TIPP hat bei Experten nachgefragt und liefert das Rezept zum Glücklichwerden. Von Katrin Greschner

Glück – ein kleines Wort mit großer Bedeutung. Viele Menschen verbinden es mit der Vorstellung vom Lottogewinn oder dem neuen Auto. Was man nicht weiß: Das Glück liegt nicht in den großen, sondern in den kleinen Dingen des Lebens wie Gesundheit, der Familie oder Freunden, sagt Pädagogin Sandra Boltz. Sie ist Autorin des Buches „ICare. 30 Tage. Achtsamkeit. Glück“ und liefert einen Monat lang tägliche Übungen zum Glücklichwerden. Sabine Boltz rät: „Stellen Sie sich die Frage, wofür Sie im Leben dankbar sein können, motivieren und loben Sie sich.“

Aufs Positive im Leben konzentrieren

Dies sei sehr wichtig, denn die meisten Menschen seien dazu veranlagt, ihren Fokus auf das Negative zu lenken. Sie würden sich zu viele Sorgen machen bevor sie handeln. „Wir selbst sind unsere schlimmsten Kritiker“, sagt Sandra Boltz. Die Übungen bedürfen keines besonderen Aufwands und lassen sich leicht in den Alltag integrieren. Ein thailändisches Glücksarmband ist inklusive. Es soll als visueller Anker dienen und an die täglichen Übungen erinnern. Die Besonderheit: Das „Sai Sin“ wurde von Mönchen geflochten und gesegnet. Eins ist sicher: Nach dem Programm wird man kein dauerhaftes Glück erreicht haben. Das gibt es laut Sandra Boltz auch gar nicht. Man könne sich aber die Frage stellen, was einem gut getan habe. „Wenn wir uns gut fühlen, ist es enorm wichtig, sich darüber klar zu werden, warum das so ist. Sind wir uns nämlich über die Gründe im Klaren, ist der Zustand wiederholbar, indem wir die Übungen in unser tägliches Leben integrieren“, sagt sie. Und dies haben bisher schon viele Menschen geschafft. Schon zu einem Probelauf vor der Veröffentlichung haben sich 1000 Frauen und Männer aller Altersklassen angemeldet. Diese haben die täglichen Übungen absolviert und bewertet. „Die Resonanz war überwältigend“, sagt Boltz. „Ich habe gemerkt, wie gut es den Menschen tut, inne zu halten und sich auf das Positive im Leben zu konzentrieren.“

Glücklichsein kann man sogar lernen

Wer sich selbst von Sandra Boltz Programm überzeugen möchte, der hat demnächst die Chance dazu, denn sie kommt nach Frankfurt. Beim Vortrag „Glücklichsein kann man üben“, den sie am 24. Oktober anlässlich der Lebensfreude-Mitmachmesse hält, haben Besucher sogar die Möglichkeit einige der Übungen interaktiv auszuprobieren.

Glücklichsein kann man seit einigen Jahren sogar in der Schule lernen. Unterrichtet hat es Dr. Matthias Munsch. Was in diesen Unterrichtsstunden gemacht wird, erklärt er wie folgt: „Die Kinder setzen sich zunächst ihre eigenen Ziele. Dies kann zum Beispiel das Besserwerden in der Schule sein. Anschließend lernen sie, wie sie diese erreichen können.“ Dabei helfen unter anderem Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen. Auch Ausflüge, wie in den Kletterpark, helfen dabei, Herausforderungen im Klassenverband zu lösen. Dadurch lernen die Mädchen und Jungen das Erfolgsgefühl kennen. Alle Erlebnisse und Ergebnisse halten die Kinder schriftlich fest. Erstaunlich ist: Im Schulfach Glück gibt es sogar Noten. Diese richten sich jedoch nicht danach, wie glücklich ein Kind am Ende des Schuljahrs ist. Sie entstehen, wie auch in anderen Fächern, durch das Bewerten der Aufzeichnungen über gelöste Aufgaben, Erlebnisse und Ergebnisse der Schüler.

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