Er will, dass die Frankfurter sich wieder lieben

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To Kühnes Fotografien sind Kompositionen, die wie Gemälde wirken. Der Künstler will damit die Frankfurter dazu bringen, sich selbst zu lieben.

Frankfurt – To Kühne predigt Liebe! „Weil die Menschen aufgehört haben zu lieben“, sagt er. Der Fotograf aus Frankfurt lichtet sich deshalb gerne selbst ab. Mit den Ergebnissen erweitert er sein langjähriges Kunstprojekt „Die Kunst, sich selbst zu lieben". Kühne: „Denn nur, wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben!“ Von Christian Reinartz

Die Bilder nimmt der ehemalige Oberbeleuchter digital auf, bearbeitet sie am Rechner aufwendig. „Alles außer den Modellen bastele ich dazu.“ Seine Fotografien sind deshalb keine Schnappschüsse sondern Kompositionen, die wie Gemälde wirken. Jedes hat ein Thema, charakterisiert das Model oder stellt ein berühmtes Kunstwerk nach. Immer im Mittelpunkt: To Kühne. Manchmal nur als kleines Bild an der Wand, meistens aber auch als Hauptfigur.

Kühne ist bekennender Buddhist

To Kühne mit Hund.

„Ich fotografiere mich so, wie ich bin“, erklärt der bekennende Buddhist sein Konzept. Er ist stark tätowiert. Seemannsmotive sind seine Leidenschaft. Mitten auf seinem Bauch prangt das Wort „SEXY“. Angst davor, unvorteilhaft zu wirken, hat er nicht. „Sowas wirkt doch nur bei einem dicken Mann“, sagt Kühne: „Ich will damit den allgemeinen Schönheitswahn auf die Schippe nehmen.“ Dazu lichtet er sich schon mal in Feinripp-Unterwäsche ab und zeigt sich als Model auf einem Plakat, das an einen großen Klamotten-Discounter erinnert.

Immer mehr Fans

Anspielung auf die Blechtrommel.

Die Fangemeinde von To Kühne wird immer größer, viele wollen seine Bilder kaufen, oder sich von ihm fotografieren lassen. Momentan sind seine Fotografien im Frauen-Erotik-Shop „Inside her“, Stiftstraße 9, ausgestellt.

Weitere Infos zu To Kühne unter:

http://www.6y-media.de.

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