Zum Tag der Wiedervereinigung

Nach 25 Jahren: Dokumente und Fotos aus der DDR-Zeit ausgestellt

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Dreieich - Zum Dreieicher Stadfest ist auch in diesem Jahr die Wiedervereinigung gefeiert worden. Zum 25. Jahrestag lassen Vereine und Institutionen die DDR-Vergangenheit mit Foto-Ausstellungen und Filmvorführungen aufleben.

Mehrere Partner, unter ihnen die Stadtbücherei, das Frauenbüro, die Ricarda-Huch- und die Weibelfeldschule, haben sich zusammengetan, um auf vielfältige Weise wie mit Ausstellungen sowie Diskussions- und Gesprächsrunden und Filmvorführungen das Ereignis nachhaltig in Erinnerung zu bringen. Den Aktivitäten liegt der Gedanke zugrunde: Wider das Vergessen!

Bereits am vergangenen Montag kam Jutta Fleck, Leiterin des Schwerpunktprojektes zur Aufarbeitung der SED-Diktatur bei der Hessischen Landeszentrale für hessische Bildung, zu Wort und stellte das Projekt „Checkpoint Q“ vor. Das Schicksal der „Frau vom Checkpoint Charlie“ bewegte die Menschen weltweit und wurde verfilmt. Zugleich wurde die Ausstellung „Der Weg zur Deutschen Einheit“, die Zeit zwischen Herbst 1989 und Oktober 1990, mit über 150 Fotos eröffnet.

Original-DDR-Dokumente

Eine weitere Ausstellung mit Fotos und zum Teil Original-Dokumenten kann in der Ricarda-Huch-Schule zum Thema „Jugendopposition in der DDR“ bis 26. November besichtigt werden. Seit Längerem schon beschäftigen sich Schüler dieses Gymnasiums mit historischen Ereignissen, seien es jene des Widerstandes gegen das Naziregimes oder aktuell das von Oppositionellen in der ehemaligen DDR. So werde Geschichte erlebbar, weiß die stellvertretende Rektorin Andrea Vierrath.

Eine weitere Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Frauenbüro der Stadt bis zum 26. November in der Bücherei der Weibelfeldschule gezeigt: „Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht“ ist der Titel zum Widerstand von Frauen in der DDR.

Ein Höhepunkt der Aktivitäten wird sicherlich der Besuch von Sabine Bergmann-Pohl, letzte Präsidentin der DDR-Volkskammer, in der Ricarda-Huch-Schule sein. Eingeladen von Geschichtslehrerin Myriam Andres, wird sie am Dienstag, 24. November, ab 18.30 Uhr Gast bei einer gewiss anregenden Podiumsdiskussion sein und dabei auch Fragen aus dem Publikum beantworten. Weiterhin werden bis zur Abschlussveranstaltung zahlreiche geschlossene Veranstaltungen an den Schulen stattfinden, ehe am Donnerstag, 26. November, um 19.30 Uhr dann in der Stadtbücherei Sprendlingen die Zeitzeugen erneut zu Wort kommen.

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