Wetterdienst in Offenbach: So schlimm war 2009!

Offenbach – Auch 2009 traten in ganz Deutschland wieder Unwetter auf, die Menschenleben forderten und zu Schäden führten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach hat den Wetterverlauf ständig überwacht und diese dokumentiert.

Januar: 1000 Unfällen mit zahlreichen Verletzten und mindestens zehn Toten durch Schneechaos. In der Nacht zum 7. bei Temperaturen bis -28°C froren Weichen ein, Türen von Zügen zu und der Diesel in Lastern gefror.

Februar: Durch Eisglätte bildeten sich lange Staus. Zeitweise kam der Verkehr zum Erliegen, an der A3 wurden vom Roten Kreuz Versorgungsstationen eingerichtet.

März: Nochmals Schneeglätte. Am 10. stürzte im badischen Bonndorf ein vollbesetzter Schulbus sechs Meter tief in ein Flussbett, dabei wurden zwölf Schüler verletzt. Am 23. wurden Flugzeuge kurzzeitig von Frankfurt nach Stuttgart umgeleitet.

April: Hagel trat am 5. und am 18. örtlich in Bayern und am 29. in Büchen in Schleswig-Holstein mit Korndurchmesser bis 3,5 Zentimeter auf.

Mai: Am 2. schlug ein Blitz auf einem Fußballplatz ein, 26 Menschen wurden verletzt. Am 9. wurden in Hamburg drei Fallschirmspringer bis zu 35 Kilometer abgetrieben. Dazu gab‘s zahlreiche Tornados.

Juni: Dauerregen vom 22. bis 24. in Südbayern und schwere Gewitterregen in der zweiten Monatshälfte verursachten überflutete Straßen und vollgelaufene Keller.

Juli: Die starken Nieder-schläge brachten am 19. für Bayern die Auslösung der Alarmstufe eins wegen Hochwasser zum Beispiel an Donau, Isar und Regen.

August: Es trifft Offenbach. Keller und Straßen stehen bis zu 50 Zentimeter unter Wasser, in Rembrücken brach die Stromversorgung zusammen.

September:Fieser Hagel am 5. im Rhein-Main-Gebiet. Auf dem Hindenburgdamm nach Sylt wurde am 3. durch eine Windböe ein Lkw von einem Autozug geweht.

Oktober:Am 2. und 3. setzte der erste Herbststurm die nordfriesischen Halligen unter Wasser, ließ in Flensburg Keller volllaufen und legte den Zugverkehr in Schleswig-Holstein durch umgestürzte Bäume lahm.

November: Am 4. brachte der erste Wintereinbruch in Mecklenburg-Vorpommern Verkehrsbehinderungen. Aufgrund von Schneeglätte ereigneten sich 150 Unfälle. In Frankfurt fiel die Giebelwand einer Scheune um. red/agk

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