So werden die Promis beim Hessenfest kutschiert

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Jörg Brand (links) und Marco Hentsch, Geschäftsführer vom Autohaus Luft in Eschborn, mit einer der Limousinen, die beim Hessentag im Einsatz sind.

Eschborn – Mit dem Auto übers Hessentags-Gelände? Unmöglich. Zumindest für normale Besucher. 17 Autos haben jedoch eine spezielle Erlaubnis. Und in denen werden ganz besondere Menschen sitzen. Von Julia Renner

Ob Scooter, die Hermes House Band oder Ich & Ich – sie alle müssen vom Flughafen ins Hotel, von dort zu den Proben und Auftritten gefahren werden. Und das übernimmt das Eschborner Autohaus Luft. „Wir wurden angesprochen, ob wir den Shuttledienst übernehmen wollten“, sagt Prokurist Jörg Brand. Erfahrung hat das Team reichlich. Schon bei Unicef-Veranstaltungen und beim Presseball hat das Autohaus Luft den Fahrdienst übernommen.

Adel Tawil von Ich & Ich nutzt den Shuttle-Service...

Diesmal werden die 62 Fahrer jedoch insgesamt zehn Tage zur Verfügung stehen und das von morgens um acht bis nachts um zwei Uhr. „Im Durchschnitt stehen immer acht Wagen zur Verfügung“, sagt Brand.

Luxuslimousinen sind das aber nicht. Kooperationspartner ist Volkswagen und die stellen auch die Wagen zur Verfügung: Touran, Sharan und Passat. Und weil der Hessentag klimaneutral sein soll, werden Blue Motion-Modelle genutzt. „Das sind Diesel-Fahrzeuge mit einem Minimum an CO2-Ausstoß.“ Als Ausgleich würden im nächsten Jahr noch zehn Bäume im Stadtgebiet Oberursel gepflanzt.

Viel Luxus wird es für die prominenten Fahrgäste nicht geben, sagt Brand. Weder Knabbereien noch Getränke wird es während der Fahrt geben.

Gelenkt werden die Autos von Mitarbeitern des Autohauses, ausgebildete Fahrer und Studenten. Jeder darf aber nicht hinters Steuer. „Es gab ein Casting“, sagt Jörg Brand. Wer ehrenamtlich beim Fahrdienst mitmachen wollte, musste beim Autohaus vorstellig werden. Ein Führerschein allein reiche nämlich nicht. Genommen wurden nur Menschen, die bereits Erfahrung im Shuttleservice haben.

Das Wichtigste, was die Fahrer beachten müssen: „Immer an die Straßenverkehrsordnung halten, damit keine Unfälle passieren, und immer freundlich sein.“ Nach Autogrammen und Fotos dürfen die Fahrer ihre prominenten Beifahrer sogar auch fragen. Aber Jörg Brand ist sich sicher: „Das machen die meisten nicht.“ Dafür würden, so glaubt der Prokurist, viele Musiker nach der letzten Fahrt am Ende des Hessentages nachfragen, ob ihre Fahrer gern ein Autogramm hätten.

...und ebenso H. P. Baxxter und seine Scooter-Kollegen.

Doch die richtig großen Stars, sagt Jörg Brand, haben ihre eigenen Fahrer. „Die machen ja in Oberursel nur einen Zwischenstopp während ihrer Tour.“ Bryan Adams und Linkin Park werden also nicht mit VWs durch Oberursel rollen.Dafür können Mitarbeiter der Stadt und gehbehinderte Besucher in den Genuss des Shuttledienstes kommen. „Wenn nachts keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fahren, bringen wir auch Mitarbeiter der Stadt nach Hause.“ Auch, wer nicht gut zu Fuß ist, kann sich mit dem Shuttleservice von einem Veranstaltungsort zum nächsten fahren lassen. Und so ein bisschen Promi-Atmosphäre genießen.

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