Neue Unterkunft kostet den Kreis 2,4 Millionen Euro

So werden 80 Flüchtlinge in Rodgau untergebracht

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Die Gemeinschaftsunterkunft an der Borsigstraße in Nieder-Roden hat Platz für 80 Flüchtlinge, die in Rodgau erwartet werden. 

Rodgau - Der Kreis Offenbach hat in Rodgau ein neues Quartier für 80 Flüchtlinge fertig gestellt. Gerade noch rechtzeitig, denn die ersten werden schon am Montag erwartet. Von Dirk Beutel

Nahezu auf den letzten Drücker ist die neue Gemeinschaftsunterkunft in Rodgau fertig geworden. Schon am Montag sollen dort die ersten Flüchtlinge das neue Quartier beziehen. Wie viele es sein werden und aus welchen Ländern sie stammen, sei nach Angaben von Kreis-Sozialdezernent Carsten Müller noch nicht abzusehen. Fakt: In diesem Jahr muss der Kreis voraussichtlich knapp 1400 Flüchtlinge unterbringen.

Gemeinschaftsunterkunft auf drei Etagen

Etwa 2,4 Millionen Euro hat sich der Kreis Offenbach die neue Gemeinschaftsunterkunft kosten lassen. 80 Flüchtlinge sollen dort auf drei Etagen Platz finden. Etwa fünf Monate dauerte der dreigeschossige Neubau in der Borsigstraße 1A in Nieder-Roden. Rund 500 Quadratmeter Platz sind auf jedem Stockwerk vorhanden. Die Aufteilung ist immer gleich: Pro Geschoss stehen zwei Küchen, jeweils ein größererDamen- und Herren-Waschraum mit Duschen und jeweils ein Toilettenraum zur Verfügung.

Alle Zimmer mit gleicher Ausstattung

Die Zimmer sind ebenfalls gleich ausgestattet: Zwei Betten, zwei Kleiderschränke, ein Kühlschrank sowie ein kleinerer Hängeschrank sind vorhanden. Im Erdgeschoss sind neben einem Gemeinschaftsraum, auch das Zimmer des Hausmeisters sowie ein Bürozimmer untergebracht. Deshalb sind dort auch nur 20 Betten aufgestellt, in den oberen Etagen sind es jeweils 30. Die Zimmer sind jeweils etwa 16 Quadratmeter groß.

Außenanlage mit Grill und Sandkasten

Die Wärmeversorgung funktioniert über eine Gaszentralheizung, eine Solaranlage auf dem Dach unterstützt die Warmwasserversorgung. Die Beleuchtung mit LED-Lampen, wird über Bewegungsmelder gesteuert und soll einen wirtschaftlichen Betrieb gewährleisten. Doch damit nicht genug: Der Kreis baut derzeit noch an einer Gartenanlage neben dem Gebäude. „Dort sollen noch ein Sandkasten, ein eingemauerter Grill und ein paar Bänke aufgebaut werden“, sagt Kreis-Sprecherin Kordula Egenolf.

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