Wenn der Computer süchtig macht: 500 Online-Junkies in Neu-Isenburg

Neu-Isenburg - Jeder neunte Jugendliche ist mediensüchtig. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Universität Koblenz-Landau.

Für Neu-Isenburg heißt das im Klartext: Rund 500 Jugendliche sind der Droge "Computer" krankhaft verfallen.br /Zwar wird in der Öffentlichkeit mittlerweile viel diskutiert, das Problem ist präsent. Getan wird jedoch nur wenig. Deshalb startet in Neu-Isenburg jetzt ein Modellprojekt zur Mediensuchtprävention. Lehrer Andreas Johann und Angelika Beranek vom "Infoc@fé" haben es sich zur Aufgabe gemacht, in erster Linie junge Viel-Spieler zu einem kontrollierten, reflektierten und vernünftigen Medien-Nutzungsverhalten anzuregen.br /Schon in der Grundschule soll mit präventiven Maßnahmen das potentielle Suchtverhalten der Kinder beeinflusst werden, bevor diese einen festgefahrenen Umgang mit dem Medium Internet erlernt haben. An den weiterführenden Schulen sollen dann spezielle Arbeitsgemeinschaften und eine Einzelfallberatung im Angebot sein.br /Begleitet werden diese Aktionen mit Lehrerfortbildungen und Eltern-Informationsabenden zum Thema. Geplant sind zunächst eine umfangreiche Lehrer- und Elternbefragung. Letztere werden aufgerufen, sich beim "Infoc@fé" unter mediensucht@infocafe.org oder unter Tel.: (06102) 209929 zu melden und von ihren Problemen zu berichten. Zunächst wollen sich die Verantwortlichen ein umfangreiches Bild über die Situation in Neu-Isenburg machen. Nach den Herbstferien soll das Projekt dann praktisch umgesetzt werden.br /Die Idee für das Projekt geht auf eine Kooperation des städtischen "Infoc@fes" mit dem staatlichen Schulamt zurück. Die Mitarbeiter des Cafés, Dezernent Herbert Hunkel und Susanne Meisner-Kurt vom Schulamt, hatten sich bereits vor einem Jahr einen besseren Umgang mit Mediensucht auf die Agenda geschrieben. Daraus ist nun das aktuelle Beratungs-Projekt entstanden. Das Infoc@fé bietet zudem sowohl Freizeit- als auch Bildungsangebote. Infos gibt es im Internet unter www.infocafe.org oder direkt vor Ort in der Carl- Ulrich-Straße 11.rz

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