Weltreise mit Kopfhörer

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Yves Hofmann aus Frankfurt hört in sein selbst produziertes Album rein, das ab sofort erhältlich ist.

Frankfurt – Yves Hofmann arbeitet seit vielen Jahren im Musikgeschäft und hat jetzt sein eigenes Plattenlabel gegründet. Das erste Album ist eine musikalische Reise um die Welt. Von Angelika Pöppel

Die Musik muss fett produziert sein“, sagt Yves Hofmann aus Sachsenhausen. Diesen Qualitäts-Anspruch hat er an seine Künstler und die Produktion. „Wir wollen international bestehen“, sagt Hofmann, der das Label mit dem Grafiker Tobias Bauer aus Stuttgart und DJ Roger Schmitz-Hübsch aus Hamburg ins Leben gerufen hat. Das erste Album „The Compilation“ vereint 13 Künstler aus der ganzen Welt. Eine Reise von Hip Hop bis Diskofunk, zurück zu Reggae und zu Electric Soul – damit wirbt das Album. „Querbeet ist alles dabei, aber eines haben alle gemeinsam: Soul und Wärme“, sagt der 30-Jährige.

Die Künstler sind keine absoluten Neulinge: Fetsum war bereits mit Max Herre auf Tournee und Hila meldet sich nach dem mäßigen Erfolg mit der Castingband Bro'sis mit „Heartbreaker“ zurück. „Wir pflegen einen familiären Kontakt zu den Künstlern. Ich glaube, am Ende spürt das der Konsument“, sagt der Produzent, der auch Mit-Veranstalter des ersten 100 Yards Festivals im Frankfurter Bahnhofsviertel war. „Ich habe mich schon immer für Musik interessiert, bin aber selbst nicht der Talentierteste.“ Sein Studium der Medienwissenschaften warf er hin und machte stattdessen ein Praktikum bei einer Plattenfirma. Seitdem organisiert der Frankfurter Konzerte oder Tourneen für Künstler und erfüllte sich mit seinem eigenen Label einen Traum.

Das Album soll nicht neben dem Wasserkocher im Regal liegen“, sagt Hofmann. Deshalb verzichtete er auf einen großen Markt und produzierte 200 limitierte CDs, die ab sofort nur in den Läden des Modegeschäfts Urban Outfitters – in Frankfurt, Roßmarkt 13 – für zehn Euro erhältlich sind. „Wir verbinden Musik, Mode und Stadtleben“, sagt der 30-Jährige. Deshalb legten sie auch viel Wert auf das Design: „Die Arbeit, die wir da reingesteckt haben, zahlt sich nicht aus. Aber darum geht es auch nicht.

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