Weihnachtsmärkte ziehen positive Bilanz

Mehr Besucher, mehr Glühwein 

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So schön ist es auf dem Weihnachtsmarkt am Frankfurter Römerberg.

Region Rhein-Main - Ideales Bratwurst- und Glühweinwetter bescherte den Weihnachtsmärkten der Region hohe Besucherzahlen – auch nach dem Anschlag in Berlin. Bei gedämpfter Stimmung gedachten die Besucher der Opfer, ließen sich aber nicht einschüchtern. Von Franziska Jäger

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Keinen Grund zur Klage haben die Veranstalter der Weihnachtsmärkte in der Region. Mehr noch: Von Hanau über Offenbach und Frankfurt bis in den Taunus ist man in punkto Besucherzahlen, Verkauf und Ablauf hochzufrieden, so der einhellige O-Ton. „Unsere Händler haben im Vergleich zum Vorjahr mehr erwirtschaftet, vor allem im Bereich Glühwein und Gastronomie“, sagt Tourismuschef Thomas Feda über den Frankfurter Weihnachtsmarkt, den rund 3,2 Millionen Menschen besucht haben. „Auch Mützen und Handschuhe liefen besser, nur die Kunsthandwerker haben es schwerer.“ Zudem sei der Markt sehr sicher gewesen. Lediglich 60 Kleindelikte wie Taschendiebstahl verzeichneten die Beamten vor Ort. Auch in Offenbach sind die 40 Marktbeschicker glücklich über den Umsatz, sagt Klaus Kohlweyer, Geschäftsführer von Pro OF. Kaum Regen und kein Schnee, dazu mehr Gemütlichkeit durch neue Sitzgelegenheiten hätten den Offenbachern einen „wunderbaren Weihnachtsmarkt“ beschert. Von mehr Besuchern – auch von außerhalb – als im Vorjahr und einer „überdurchschnittlichen Zufriedenheit“ berichten auch die Verantwortlichen in Hanau. Glühwein, Haxen mit Kraut und Nierengulasch waren hier der Renner, die Umsätze zum Teil besser als zuvor. 

Fotos: Verrückte Stände auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt 

Die Marktbeschicker in Bad Homburg stimmen in den Lobgesang mit ein: Nette Kollegen, nette Kunden und Begeisterung über ausgefallene Angebote wie den „Hessisch Hotdog“ sorgten für Zufriedenheit. „Sogar am ersten Wochenende, das normalerweise etwas ruhiger ist, war der Markt schon am Samstagmittag gut besucht“, sagt Nina Grosser von der Aktionsgemeinschaft Bad Homburg. „Bis auf einen Einbruch und vier gestohlene Tannenbäume gibt es nichts zu meckern.“ „So hoch wie noch nie“ seien die Besucherzahlen auf dem mit 125 Ständen bestückten Oberurseler Weihnachtsmarkt gewesen. „Erstmalig gab es im Anschluss an den Markt ein Weihnachtsdorf auf dem Rathausplatz, das sehr gut angenommen wurde und im kommenden Jahr wieder stattfinden soll“, sagt die städtische Pressesprecherin Nina Kuhn. Besonders beliebt bei den Besuchern des Marktes: Ein Stand mit persischen Spezialitäten, der regelmäßig ausverkauft war. 

Quiz: Erraten Sie die Weihnachtsmärke der Region

Nach dem Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin war die Stimmung in der Region gedämpft, die Besucher kamen trotzdem, berichten die Verantwortlichen. „In Frankfurt war eine größere Vorsicht zu spüren, aber auch eine trotzige Haltung. Die Menschen wollten raus. Schulklassen und Kitas kamen trotzdem“, sagt Feda. Das Sicherheitskonzept habe man in Frankfurt nach dem Anschlag aufgrund der ohnehin schon hohen Polizeipräsenz kaum nachjustieren müssen. Der Römerberg wurde erstmals per Videokamera überwacht. „Gestört hat das niemanden, das haben Umfragen gezeigt“, sagt Feda. Während einer gemeinsamen Gedenkminute auf den deutschen Weihnachtsmärkten wurden auch in der Region die Lichter gedimmt, die Musik ausgestellt und Kerzen angezündet. „Wir haben in Frankfurt alles verdunkelt, auch die Lichter am Weihnachtsbaum ausgeschaltet. Das sorgte schon für Gänsehaut“, sagt Feda.

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