Wegen möglicher Kampfmittel

Doch keine Zeltstadt für Flüchtlinge in Offenbach!

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Offenbach - Das Regierungspräsidium Darmstadt hat den Bau eines Zelt-Camps für Flüchtlinge in Offenbach vorläufig gestoppt. An dem geplanten Standort wird Weltkriegsmunition im Boden befürchtet.

Um eine Gefahr auszuschließen, müsse das gesamte Gelände vom Kampfmittelräumdienst abgesucht werden, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Erste Untersuchungen am Dienstag hätten bereits "großflächig Anomalien" gezeigt und so den Verdacht erhärtet.

Auswertungen von Luftaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg hätten zudem ergeben, dass das Gelände mitten in einem Bombenabwurfgebiet gelegen habe. Das Land Hessen und die Stadt Offenbach hatten den Bau des für bis zu 450 Flüchtlinge ausgelegten Camps am Dienstag angekündigt. Die Unterkunft sollte ursprünglich bis zum kommenden Sonntag bezugsfertig sein. Daraus wird nun nichts: Da die Suche nach Weltkriegsmunition einige Zeit dauern werde, sei "die geplante schnelle Errichtung der Unterkunft nicht möglich", teilte die Behörde weiter mit.

Auf dem für die Unterkunft ausgewählten Gelände standen bereits bis vor einigen Jahren Wohnhäuser. Danach lag die Fläche brach. Ob die Behördenauflage erfüllt wird oder die Stadt einen neuen Standort finden muss, stand zunächst nicht fest. Mit dem Camp in Offenbach sollte die hessische Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Gießen entlastet werden. Zelt-Unterkünfte gibt es bereits unter anderem in Limburg, Wetzlar, Darmstadt und Bensheim.

dpa

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