Daumen hoch für ihr Handzeichen

Von wegen faul: Bundespolitiker aus der Region sind fleißig

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Beim Abstimmen waren die Bundespolitiker aus Rhein-Main fleißig.

Region Rhein-Main – Immer, wenn bei Abstimmungen im Fernsehen die leeren Reihen des Bundestages gezeigt werden, kommt es hoch, das Bild vom faulen Politiker. Anders die Parlamentarier aus der Region: Die sind nämlich äußerst fleißig. Von Christian Reinartz 

Bundestagsabgeordnete  wie CSU-Mann Peter Gauweiler, der den Fehlzeitenrekord bei den Abstimmungen im Bundestag hält, ziehen das Image der Politiker runter. Daran besteht kein Zweifel. Schnell entsteht da das Bild des faulen Politikers, der nur darauf bedacht ist, sich möglichst lukrative Nebeneinkünfte an Land zu ziehen und dafür seine Parlamentsaufgaben schleifen lässt. Beispiele gibt es genug.

Ganz anders scheinen die Bundestagsmitglieder aus dem Rhein-Main-Gebiet zu ticken. Hier zählt noch durch die Bank weg Disziplin! Egal ob Peter Wichtel, Matthias Zimmer, Brigitte Zypries  oder Heinz Riesenhuber. Die Zahlen auf www.bundestag.delügen nicht. Dort kann man das Abstimmungsverhalten jedes einzelnen Abgeordneten einsehen. Und damit auch, ob derjenige bei den jeweiligen Abstimmung anwesend war.

Erfreuliches Ergebnis - kaum Fehltage

Der EXTRA TIPP hat die Probe aufs Exempel gemacht und alle Politiker aus der Region während der aktuellen Legislaturperiode, die im vergangenen Oktober begonnen hat, überprüft.

Das Ergebnis ist erfreulich, denn Fehltage gibt es bei den Politikern im Verbreitungsgebiet des EXTRA TIPPs vom Taunus, über Frankfurt und Offenbach bis nach Dieburg kaum. Lediglich einzelne Abstimmungen wurden verpasst.

Martin Reyher, Redaktionsleiter bei abgeordnetenwatch.de, betont aber: „Wir haben das mal untersucht und herausgefunden, dass ein Viertel aller Abgeordneten keine Abstimmung verpasst hat. Das ist schon sehr gut.“ Aber es gebe auch immer wieder Abgeordnete, die sehr häufig fehlten. „Das geht dann auch oft mit sehr hohen Nebeneinkünften einher“, sagt Reyher. Allerdings gebe es auch Spitzenverdiener, wie Stephan Harbarth  (CDU), die nahezu keinerlei Fehlzeiten haben.

Den Rhein-Main-Politiker bescheinigt er einen vorbildlichen Einsatz, mahnt aber: „So sollte es aber eigentlich überall sein.“

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