Warten auf  die Grippewelle

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Bislang ist die Region von einer Grippewelle verschont geblieben. Eines der Grippe-Symptome ist hohes Fieber.

Region Rhein-Main – Dezember 2009: Die Schweinegrippe grassiert in der Region. Dezember 2010: Der H1N1-Virus ist immer noch da, aber die Grippewelle bleibt derzeit aus. Von Norman Körtge

Plötzliches hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie Reizhusten – das sind die typischen Symptome einer Grippe. Auch der Schweinegrippe, die im vergangenen Jahr im Rhein-Main-Gebiet umging. Mitte Dezember 2009 meldete das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) einen sprunghaften Anstieg der Toten, die mit dem H1N1-Virus infiziert waren. Zuvor hatte bereits die Weltgesundheitsorganisation die höchste Warnstufe ausgerufen.

Zwölf Monate später spricht weder in Deutschland noch in der Region jemand von der Schweinegrippe, obwohl der H1N1-Virus weiter kursiert, wie Susanne Glasmacher vom RKI berichtet. Offensichtlich habe sich die Immunabwehr auf diesen Virus nun besser eingestellt, meint Glasmacher. Außerdem ist im saisonalen Grippeimpfstoff auch das Antigen des H1N1-Influenzavirus enthalten, berichtet das für die Impfstoffdosen zustände Paul-Ehrlich-Institut in Langen.

Dass bislang keine Grippewelle durch die Region gerollt ist, ist nicht verwunderlich. „2009 mit den hohen Fallzahlen im November war eine Ausnahme“, sagt die RKI-Sprecherin. Zwar lasse es sich nicht vorhersagen, aber ein Verlauf wie im Winter 2008/2009 sei nicht unwahrscheinlich. Da stiegen die registrierten Fälle zum Jahreswechsel sprunghaft an und waren den gesamten Januar und Februar auf hohem Niveau.

Der Verlauf einer Grippewelle ist nach Aussage von Glasmacher allerdings immer sehr ähnlich. Drei bis vier Wochen lang steigt die Zahl der Grippeerkrankten schnell an, um dann in drei bis vier Wochen wieder genauso schnell zu fallen.

 

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