Brutal und schockierend

Das waren die krassesten Mordfälle 2015 in Rhein-Main

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Auch im vergangenen Jahr hatten die Spurensucher der Polizei viel zu tun.

Region Rhein-Main – So lebenswert das Rhein-Main-Gebiet ist, zeigt es hin und wieder auch sein hässliches brutales Gesicht. Der EXTRA TIPP hat die schockierensten Mordfälle 2015 einmal zusammengefasst. Von Dirk Beutel

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Der unfassbar grausame Auto-Mord am Frankfurter Rebstockbad bei dem der achtjährige Marcel, offenbar von seinem eigenen Vater erwürgt wurde, hat die gesamte Region erschüttert. Das Tatmotiv? „Eine Trennung war geplant“, sagt die Frankfurter Oberstaatsanwältin Nadja Niesen. Die Mutter hatte ihren Mann offenbar mit dem einzigen gemeinsamen Kind verlassen wollen. Sie wollte mit dem Jungen in den Osterferien in die USA fliegen. Doch der Vater hatte seinen Sohn am Gründonnerstag zum Ferienbeginn von der Grundschule abgeholt. Seither fehlte von beiden jede Spur. Die Mutter hatte eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Die Leiche des Jungen wurde am Ostermontag auf dem Rücksitz eines parkenden Autos am Rebstockpark entdeckt, die des 40-jährigen Vaters einen Tag später in einem Kleingarten. Er soll sich nach der Tat erhängt haben.

Auch im vergangenen Jahr gab es einige kaltblütige Morde. Besonders in Erinnerung ist der Fall von Jessica B. vom 8 Juli: Die 22-jährige Mutter wurde von Ex-Freund Jozsef S. getötet und die Leiche wie ein Stück Abfall in einen Hausmüllbehälter gelegt. In einem Schlackeberg verbrannter Müllreste haben Ermittler nach langer Suche schließlich menschliche Überreste der jungen Frau entdeckt. In dieser Woche hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Totschlags gegen den Ex-Freund erhoben.

Bereits Ende Januar brachte in Offenbach ein 22-Jähriger seine eigene Mutter um. Der Täter, der die Tat noch am Telefon der Polizei gestanden hatte, soll seine Mutter mit mehr als 100 Messerstichen getötet haben. Zuvor hatte er sie mit einer Bratpfanne erschlagen.

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Ebenfalls in Januar kam es in Hanau zu einer weiteren Bluttat. Diesmal aus Eifersucht. Der Täter: Ein Ehemann der auf seine 29-jährige Frau und Mutter des gemeinsamen damals fünfjährigen Sohnes mit einem Klappmesser 17 mal eingestochen hatte. Er vermutete, seine Frau könnte einen anderen Mann gehabt haben. Die Polizei erwischte den Täter blutüberströmt später in seinem Auto. Er hatte sich die Pulsadern aufgeschnitten, aber überlebt.

Unfassbar der Mord aus Habgier an einem 80-Jährigem in Dietzenbach: Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus findet die Feuerwehr Mitte April eine Männerleiche. Wie die Ermittler feststellten, sollte das Feuer einen Raubüberfall mit Todesfolge vertuschen. Drei 18-Jährige überwältigen und erdrosselten den Senior.

Zwei der Männer wurden zu lebenslanger Haft verurteilt. Der dritte Angeklagte erhielt neun Jahre Haft nach Jugendstrafrecht.

Zum Ende des Jahres schockte ein Exorzismus die Stadt Frankfurt. Eine Koreanerin ist bei einer mutmaßlichen Teufelsaustreibung in einem Frankfurter Hotelzimmer ermordet worden. Mehrere Verwandte sollen die 41-Jährige über Stunden hinweg an ein Bett gefesselt und geprügelt haben, bis sie erstickte. Unter den Beteiligten befand sich der 15-jährige Sohn der Getöteten. Ihr Motiv war laut Staatsanwalt, der vermeintlich von Dämonen besessenen Frau den „Teufel auszutreiben“.

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