Menschen aus meiner Stadt

Von Niederrad an die Spitze der Welt

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Tanzlehrer Walter Baumilas aus Niederrad.

Niederrad - Walter Baumilas  bringt Niederrad zum Tanzen: In seinem Tanzstudio sammeln die Nachwuchstalente zahlreiche Trophäen – genauso wie er vor zehn Jahren. Von Angelika Pöppel

Von außen ist kaum zu erkennen, welche großen Talente hinter der Fassade des kleinen Tanzstudios Move  in Niederrad heranwachsen. Besitzer Walter Baumilas hat eindeutig ein Händchen für Nachwuchs-Tänzerinnen – das beweisen die zahlreichen Titel die seine Sprösslinge auf Wettkämpfen bereits nach Hause gebracht haben. Allen voran: Arianna Adler, die seit fünf Jahren alle Rekorde im Showdance bricht. Dennoch gibt sich der Tanzlehrer bescheiden: „Für das Talent kann ich nichts, ich kann es nur fördern.“ Und das tut er auch.

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Alleine Arianna wurde unter anderem Europameisterin und Deutscher Meisterin im Showdance. Baumilas selbst machte es ihr vor rund elf Jahren vor. Im Showdance  tanzte er sich unter anderem zum europäischen Meistertitel im Solo, ebenso zum Deutschen Meister in verschiedenen Kategorien und bis heute hält er den sechsten Platz der Weltrangliste. Dabei hatten seine Eltern für ihn eine ganz andere Karriere vorgesehen: „Ich sollte damals eine solide Ausbildung als Krankenpfleger  machen, aber ich brach sie ab“, erzählt Baumilas. Stattdessen absolvierte er mit 18 Jahren eine Ausbildung zum Sport- und Gymnastiklehrer. Bis dahin hatte er noch nie getanzt. Doch neben den Sportarten Schwimmen, Reiten, Skifahren, Trampolinspringen und vieles mehr, stand auch Tanzunterricht auf dem Stundenplan.

"Du wirst dein Geld mit Tanzen verdienen"

„Meine Mentorin sagte damals direkt zu mir: ,Du wirst dein Geld mit Tanzen verdienen´, erinnert sich der 35-Jährige und fügt hinzu: „Das beweist auch, dass man nicht schon als Kind tanzen muss, um erfolgreich zu werden.“ Im Gegenteil: Im jungen Alter müsse besonders auf die Gesundheit geachtet werden. Der medizinische Aspekt des Sports hatte für Baumilas schon immer Priorität. Und auch heute versucht er im Training Geh- und Haltungsschäden zu minimieren. „Schon in der ersten Tanzstunde  achte ich auf die Haltung, die Wirbelsäule und schicke die Kinder wenn es sein muss auch zum Physiotherapeuten.“ Seine Arbeit wird in Niederrad so geschätzt, dass ihm die Räumlichkeiten an der Triftstraße  zu klein geworden sind. Deshalb sucht er ein größeres Studio  und Unterstützung in seinem Team.

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