Vorliebe für Vinyl: Martyné dreht auf

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Newcomer: Martin Müller legt als Martyné in Clubs auf und arbeitet auch als Produzent.

Eppstein – Unzählige DJs kämpfen im Rhein-Main-Gebiet um Aufträge. Dass es nicht immer leicht ist, sich durchzusetzen, weiß auch Martin Müller. Der gebürtige Eppsteiner versucht, sich als Martyné einen Namen zu machen. Im September kommt eine neue Platte raus. Von Julia Renner

Es gibt einen starken Newcomer-Strang in der Region. Es ist schwer, sich zu behaupten“, sagt der 23-Jährige. Er weiß: Während die einen viel Geld und Zeit investieren und doch kaum ein Set spielen, investieren die anderen kaum und dürfen in den größten Clubs auflegen.

Müller selbst versucht sich seit seinem 15. Lebensjahr als DJ. „Ich habe anfangs nur für mich selbst aufgelegt“, sagt er. Das Plattendrehen hatte ihm ein Freund beigebracht. Schnell kamen neue Freunde hinzu, die auch auflegen wollten. Mit 16 rief er dann mit zwei Freunden eine Partyreihe ins Leben, legte regelmäßig in einem Club in Bad Homburg auf.

In einem Frankfurter Plattenladen lernte er schließlich Toni Rios kennen, einen der bekanntesten DJs der Region. „Er hat mich sehr gepusht“, sagt Müller. Mit ihm war er sogar in Ibiza, um die Plattenteller zu drehen. Befreundet ist Martyné seit Jahren auch mit Julien Bracht. Mit dem DJ hat er bereits einige Platten aufgenommen. Mit ihm hat der Online-Journalismus-Student bald auch noch ein weiteres Projekt geplant. Zunächst steht jedoch die Veröffentlichung einer Platte mit seinem DJ-Freund Patrick K aus Berlin an. Im September ist es soweit.

Damit will sich der 23-Jährige nun auch einen Namen als Produzent machen. Denn darauf konzentriert sich Martin Müller mittlerweile hauptsächlich. „Produzieren befriedigt mich mehr“, sagt er.

Egal, ob auflegen oder produzieren: Die Ansprüche, die er selbst an sich stellt, sind hoch. „Ich will nicht das machen, was alle anderen machen.“ In einem Club Musik mit dem Laptop machen – für ihn kommt das nicht in Frage. Er schwört auf Vinyl, hat etwa 1500 Platten daheim. Darunter auch echte Kostbarkeiten, die mehrere hundert Euro kosten. Die hat er sogar schon auf die Plattenteller im Cocoon Club in Frankfurt gelegt – für DJs aus der Region eine besondere Ehre. Demnächst wird er in Stuttgart und Würzburg auflegen.

Trotz der vielen Erfahrungen sieht er sich selbst noch als Newcomer der Szene. Durch „Vitamin B“, vor allem die Freundschaften zu Julien Bracht & Co., versucht er auf sich aufmerksam zu machen.

Aber hauptberuflich als DJ zu arbeiten, kann sich der Eppsteiner nicht vorstellen. „Das geht ganz schön an die Substanz“, weiß er. Deshalb konzentriert er sich jetzt erstmal auf sein Online-Journalismus-Studium in Dieburg.

Mehr über Martyné auf seiner Facebook-Seite www.facebook.com/martin.marlbru

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