Ausbau für 3,5 Millionen Euro

In Frankfurter U-Bahnen: Schnelles Netz unter der Erde

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Frankfurt - Gemeinsam erneuern die drei Netzbetreiber Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica Deutschland das Mobilfunknetz der U-Bahn in Frankfurt. Damit soll sich auch unter der Erde schnell und problemlos surfen und telefonieren lassen.

Binnen neun Monaten soll das komplette U-Bahnnetz der Frankfurter Verkehrsgesellschaft (VGF) den modernen Mobilfunk-Anforderungen angepasst werden. Die drei Netzbetreiber installieren neue Empfangstechnik, mit LTE sogar die aktuell schnellste breitbandige, mobile Internetanbindung. Trotz umfangreicher Bauarbeiten sollen Störungen des U-Bahnbetriebs weitgehend vermieden werden. Rund 300.000 Fahrgäste täglich zählt die VGF in ihren U-Bahnen. Die Projektführung liegt bei Vodafone.

Das Mobilfunknetz der U-Bahn in seiner bestehenden Struktur entstand schon vor zehn Jahren, es ist daher in den unterirdischen Bereichen nahezu ausschließlich für Sprachanbindungen ausgelegt. Nun wird das Netz im Sprach- und Datenbereich mit neuester Technik im GSM-, UMTS- und LTE-Bereich erneuert.

Der Ausbau des Mobilfunknetzes erfordert eine gemeinschaftliche Investition der drei Netzbetreiber von rund 3,5 Millionen Euro. Jedes der Unternehmen baut dazu in einem gemeinsamen Raum an der Station „Hauptwache“ seine eigene Empfangstechnik auf, ähnlich einer Mobilfunkstation. Via Glasfaser werden die Daten als optisches Signal an neue Verstärker und Antennen in den Stationen und Tunneln transportiert. Diese nutzen alle drei Anbieter gemeinschaftlich, da nur so der nötige Strombedarf und die Klimatisierung der Netztechnik in der U-Bahninfrastruktur gesichert sind. Jede einzelne Netzkomponente wurde dazu von jedem Betreiber geprüft, erprobt und freigegeben.

Die Federführung des Gesamtprojekts in Frankfurt hat der Düsseldorfer Kommunikationsanbieter Vodafone. Er steuert in Abstimmung mit der VGF die Bauarbeiten. Sie folgen jeweils Abschnitt für Abschnitt den einzelnen Linien. An den Tunneln sind erforderliche Antennenwechsel während der verkehrsruhigen Nachstunden vorgesehen. Für den Einbau der Verteiler und weiterer Empfangsantennen in den unterirdischen Stationen müssen lediglich zeitweise Teilbereiche abgegrenzt werden.

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