Muster hier anschauen!

Und Action! Mit der Video-Bewerbung zum Job

+
Hollywoodreif muss die Video-Bewerbung nicht werden, aber Professionalität ist wichtig.

Region Rhein-Main – Bewerbung  auf Papier war gestern – heute präsentieren sich Bewerber auf Band. Den Trend Video-Bewerbung  aus den USA und England nutzen bisher aber nur wenige. Von Angelika Pöppel 

Die drei im Sozialverhalten, der Bachelorabschluss mit 2,8 oder ein Kommafehler im Anschreiben – für Personaler schon ein Grund, den Bewerber auszusortieren, bevor der überhaupt die Chance hatte, in einem persönlichen Gespräch zu punkten. Doch es gibt Abhilfe. Der neueste Trend ermöglicht Bewerbern sich direkt vorzustellen: Mit einer Video-Bewerbung können sich Job-Anwärter präsentieren, mit Mimik und Gestik bestechen und Sympathien wecken. Doch nur wenige Arbeitssuchende und Arbeitgeber nutzen die neue Möglichkeit, weiß Marc Dobberstein, Leiter im Personalmarketing beim Karriereberaterportal Unicum. „Die Video-Bewerbung steckt in Deutschland noch in den Babyschuhen“, sagt Dobberstein.

Mustervideo von Stugrapho in Frankfurt

Höchstens 20 bis 40 Firmen in ganz Deutschland fordern eine Bewerbung per Video, schätzt er. Hauptsächlich in den Branchen Marketing und Werbung kommt das Video zum Einsatz. In den USA und England sei die Video-Bewerbung dagegen etabliert. „Aber auch in Deutschland ist es nur noch eine Frage der Zeit bis sich der Trend durchsetzt.“ Klare Vorteile hat das Video für eine Bewerbung ins Ausland: „Die Firmen ersparen sich dadurch Reisekosten, die durch ein Vorstellungsgespräch entstehen würden und können das Video jeder Zeit abrufen.“

250 Euro für professionelles Video

So klappt es mit der Video-Bewerbung

Das Video ist kein Ersatz für die Bewerbungsmappe mit Anschreiben und Lebenslauf, sondern ein Zusatz.

Themen sollten Motivation, Karriereziele und Berufserfahrungen sein.

Kleidung sollte ähnlich wie für ein Vorstellungsgespräch gewählt werden.

Neutralen Hintergrund wählen, ausreichend belichten und professionelle Kamera benutzen.

Das Video sollte nicht länger als zwei Minuten sein.

Der Bewerber sollte flüssig sprechen, nicht ablesen.

Doch mit einem einfachen Griff zur Kamera und ein paar lockeren Sätzen ist es längst nicht getan, weiß Gerhard Pauli, Inhaber des Fotostudios Stugrapho in Frankfurt. Pauly, der 22 Jahre als Theaterfotograf für das Volkstheater Frankfurt arbeitete, hat sich vor knapp einem Jahr auf die Video-Bewerbung spezialisiert. „Das ist die Zukunft“, ist der Fotograf überzeugt. Großen Wert legt Pauly auf Professionalität. Zum Video gehört nicht nur das passende Equipment und die Kleidung, sondern auch ein Vorgespräch, in dem die richtige Körperhaltung und Sprache geübt werden. Für ein 1,5- minütiges Video müssen seine Kunden zwar am Ende 250 Euro zahlen, doch für das Geld bekommt der Bewerber eine eigene Webseite auf der seine Unterlagen und das Video abrufbar sind. „Damit beweist der Job-Bewerber gleich, dass er mit der neuesten Technologie vertraut ist“, sagt Pauly. Doch: Obwohl die bewegte Bewerbung auf viel Zustimmung trifft, „haben nur die Wenigsten den Mut sich derartig zu präsentieren.“

Mehr Infos unter www.stugrapho.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare