Prozessbeginn am Frankfurter Landgericht

Streit um eine Frau: Mann am Auto 360 Meter mitgeschleift

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Nach einem Streit soll ein Mann seinen Kontrahenten rund 360 Meter weit an der Autotüre mitgeschleift haben.

Frankfurt - Nach einem Streit soll ein Mann seinen Kontrahenten etwa 360 Meter weit an der Autotüre mitgeschleift haben. Am heutigen Mittwoch begann vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess gegen den 33-Jährigen wegen versuchten Totschlags.

Die beiden sollen sich um eine Frau gestritten haben. Bei einem Trinkgelage habe der Angeklagte mit dem Auto bei einem Supermarkt neues Bier holen wollen. Dabei weigerte er sich offenbar, das spätere Opfer mitzunehmen. Es hielt sich daraufhin an der geöffneten Beifahrertüre fest und wurde von dem Auto bei Tempo 50 mitgeschleift. Der Mann erlitt schwere Hirnverletzungen und sitzt seither im Rollstuhl.

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Die Anklage wirft ihm außerdem Trunkenheit im Straßenverkehr vor. Am ersten von sechs geplanten Verhandlungstagen äußerte sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen.
Die anderen Zeugen, die bei dem Zechgelage in einer Tiefgarage dabei waren, hatten teils massive Erinnerungslücken. In dem Prozess soll auch ein psychiatrischer Sachverständiger zur Frage der Schuldfähigkeit gehört werden.

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