Verrückte Verfolgungsjagd:  So entwischte der Gouda-Gangster

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Kreuz und quer durch Frankfurt: So flüchtete der Gouda-Gangster

Von Christian Reinartz und Angelika Pöppel Frankfurt – In Sachsenhausen hat sich die Polizei mit einem holländischen Schwerverbrecher mit serbischem Pass eine filmreife Verfolgungsjagd geliefert.

Nachdem die Beamten den Gouda-Gangster durch Sachsenhausen gejagt hatten, war er wie ein Stuntmen mit seinem Fluchtwagen durch ein Gleisbett der Straßenbahn geheizt. Zu schnell für die Beamten. Als die am Lokalbahnhof eintrafen, war der Täter schon zu Fuß geflüchtet.

Jetzt ist ganz Frankfurt in Alarmbereitschaft. Denn der Ganove ist für seine Gewalttaten in Holland bekannt und trägt vermutlich eine Waffe. 63 Vergehen gehen dort auf seine Kappe. Auch in Frankfurt hat der Gouda-Gangster schon zugeschlagen: Schwere Körperverletzung und zehnfacher Tankbetrug. Dazu hat der Schläger einen türkischen Laden völlig verwüstet. Derzeit prüft die Polizei, ob auch Betrugsfälle in Offenbach auf sein Konto gehen.

Beunruhigend: Auf dem Rücksitz des völlig demolierte und zurückgelassenen Fluchtautos fanden die Beamten eine Soft-Air-Maschinenpistole und geklaute Kennzeichen. Dass der Täter eine scharfe Waffe bei sich führt und auch bereit ist, sie zu nutzen, halten die Kriminalisten für wahrscheinlich.

Die Polizei arbeitet deshalb auf Hochtouren. „Das ist jetzt auch eine Frage der Ehre“, heißt es bei der Polizei, die sich von dem niederträchtigen Niederländer hat vorführen lassen. „Unser Jagdinstinkt ist jetzt erst recht geweckt“, so ein Polizist.

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