Verkehrs-Report: Wo es in Frankfurt am gefährlichsten ist

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Besonders in Großstädten kracht es häufig. 

Frankfurt – Wer in Frankfurt unterwegs ist, lebt gefährlich: Die Zahl der Schwerverletzten stieg im vergangenen Jahr um 20 Prozent. Die Anzahl der Verkehrsunfälle ist die dritthöchste im Vergleich der vergangenen zehn Jahre. Besonders Fußgänger und Radfahrer verunglücken immer häufiger – oft aus eigenem Verschulden, weil sie die rote Ampel missachten. Von Jennifer Dreher

„Über die Hälfte der Verkehrstoten in Frankfurt sind zu Fuß oder mit dem Rad verunglückt“, bestätigt Karlheinz Ullrich von der Frankfurter Polizei. Darunter seien viele, die rote Ampeln nicht beachten. „Ich habe es kürzlich erlebt, dass nicht einmal die Überreste des Verunfallten beseitigt waren, als schon die ersten Fußgänger wieder bei Rot über die Ampel gingen“, berichtet Ullrich.

Damit es weniger solcher tragischen Unfälle gibt, setzt Ullrich auf Aufklärung. Am Dienstag kontrollierte die Polizei an der Eschersheimer Landstraße die Rotgänger. „Leider können wir nur ein Verwarngeld von fünf Euro erheben“, bedauert der Polizeihauptkommissar: „Das ist zu wenig, um abzuschrecken.“

  • Ein 21-jähriger Autofahrer fuhr im September 2009 mit hoher Geschwindigkeit auf der A 5 Richtung Darmstadt in Höhe Westhafen. Dabei kam es auf dem linken Fahrstreifen zu einer Kollision mit einem Mazda vor ihm, der zunächst schleuderte, sich überschlug und auf dem Dach zum Liegen kam. Ein Alfa Romeo fuhr in den Mazda. Traurige Bilanz: Ein Toter, zwei Schwerverletzte, sieben Leichtverletzte.
  • Kurz vor Weihnachten 2009 fuhr ein Mercedes-Fahrer einen 14-jährigen Skateboarder im Bereich der Frankfurter Sternbrücke an. Der Fahrer floh – ohne dem Jungen zu helfen. Der Schüler starb im Krankenhaus an seinen Verletzungen.
  • Zu schnell unterwegs war ein 37-jähriger Motorradfahrer im Sommer 2008. Er fuhr mit seiner 16-jährigen Tochter gegen einen Bordstein. Sie starb bei dem Unfall.

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