Was verdient dieser Mann?

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Bisher hat er beharrlich geschwiegen: HR-Intendant Helmut Reitze verrät nicht, was er verdient.

Frankfurt – Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten machten bislang ein Staatsgeheimnis aus dem Gehalt ihrer Intendanten. Monika Piel, Intendantin des WDR legte als erster ihre Bezüge offen. Fast alle Sender folgten. Nur der Hessische Rundfunk (HR) gibt als einzige ARD-Anstalt keine Auskunft. Von Mareike Palmy

Wer erhält wie viel aus dem dicken Gebührentopf? Rundfunk ist Ländersache, deshalb gelten für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten individuelle rechtliche Rahmenbedingungen. Sie sind nicht verpflichtet die Gehälter zu veröffentlichen. Damit begründet auch der HR seine Verschwiegenheit: „Eine gesetzliche Verpflichtung zur Information über die Höhe der Gesamtbezüge des Intendanten des HR besteht in Hessen nicht“, sagt der leitende Pressesprecher Tobias Häuser. „Der Verwaltungsrat hat auf seiner letzten Sitzung einhellig die Meinung vertreten, dass das Gehalt eine vertrauensvolle Angelegenheit zwischen Intendant Helmut Reitze und Verwaltungsrat ist“, so Häuser weiter. Aus Datenschutzgründen kann bei Gesellschaften, die keine börsennotierten Aktiengesellschaften sind, wie der Hessische Rundfunk, auf diese Information verzichtet werden.

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