Kooperationsvereinbarung unterschrieben

LKA und Verbraucherzentrale: Gemeinsam gegen Gauner 

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Schon wieder eine überzogene Rechnung? Um besser gegen Abzocker und Betrüger vorzugehen, vertiefen das Hessische Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Hessen ihre Zusammenarbeit.

Region Rhein-Main – Ob Kaffeefahrten, überteuerte Schlüsseldienste oder Datenklau im Internet: Tausende Hessen werden Opfer von Betrügern und Abzockern. Dagegen wollen die Verbraucherzentrale Hessen und das Landeskriminalamt gemeinsam vorgehen. Von Dirk Beutel 

Am Dienstag haben sie ihre noch engere Zusammenarbeit auch offiziell gemacht: Die Präsidentin des Hessischen Landeskriminalamtes (LKA) Sabine Thurau und die Chefin der Verbraucherzentrale, Jutta Gelbrich, haben eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterschrieben. LKA und Verbraucherzentrale wollen auf kurzem Dienstweg Informationen und Wissen austauschen, Mitarbeiter schulen und Projekte anbieten.

Ob Schlüsseldienste und Rohrreiniger, falsche Handwerker, Kaffeefahrten, Datenklau im Internet, untergeschobene Verträge am Telefon oder das Vortäuschen einer anderen Firmenidentität – Gauner werden immer gewiefter.

Vermehrte Betrugsdelikte

In den vergangenen Jahren habe es die Polizei immer öfter mit Betrugs- und Eigentumsdelikten zu tun. Doch damit nicht genug: Selbst Schlüssel- und andere Notdienste nutzen oft Notlagen und die Hilfsbedürftigkeit ihrer Kunden aus und verlangen überzogene Preise. Meist geben sie am Telefon keine genaue Auskunft über die entstehenden Kosten. Wer die Rechnung erst in Ruhe prüfen will, wird unter Druck gesetzt. So wird damit gedroht, das eben eingebaute Türschloss wieder auszubauen oder es wird eine Begleitung zum nächsten Geldautomaten angeboten.

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Besonders oft im Fadenkreuz: Senioren an der Haustür, die sich in ihren vier Wänden sicher fühlen. Die Täter treten in ganz unterschiedlichen Rollen auf: Nicht selten als Amtspersonen. Dabei kündigen sie ihren Besuch gelegentlich sogar vorher telefonisch an, um mögliche Bedenken im Voraus zu zerstreuen und ein Vertrauensverhältnis zum Opfer aufzubauen. Unter einem falschen Vorwand soll Bargeld oder Schmuck, der als vermeintliche Hehlerware hingestellt wird, vorgelegt werden. Schnell wird geprüft, die Beute eingesackt, das Opfer bleibt ohne irgendeinen schriftlichen Nachweis zurück.

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