Schlagerlust und schicke Fummel

Vanessa P. lädt zum Grand Prix der Drag Queens

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Ebenfalls beim Grand Prix der Showgirls am Start: Die Showgirl-Sisters Lady Hush (links) und Vanessa P., hier bei ihrer Darbietung als Baccara.

Frankfurt – Freunde des Eurovision Song Contests kommen schon zwei Wochen früher auf ihre Kosten. Travestie-Künstlerin Vanessa P. und ihre Showgirls laden zu einem Drag Queen Contest mit Songs aus fast 60 Jahren ein. Von Dirk Beutel

Große Gefühle und packende Melodien, Dramatik – das ist der Eurovision Song Contest. Doch bevor Europa einen neuen Gewinner des Komponisten- und Songschreiberwettbewerbs kürt, machen erst einmal die Drag Queens der Region den Sieger unter sich aus: Beim Grand Prix der Showgirls vom 2. bis 4. Mai. Ob Katja Epstein, Abba, Ireen Sheer, Brotherhood of Man oder Céline Dion: Jeder Song, der seit 1957 vorgestellt wurde, dazu gehören auch die Titel der Vorentscheide, stehen den Travestie-Teilnehmern zur Auswahl.

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Die schwule Szene trauert um das Pulse

Das Typische: Bei den Showgirls wird das Publikum mit einbezogen. „Die Tische sind nach Frankfurter Stadtteilen unterteilt, so dass das Publikum wie beim Eurovision Song Contest die Punkte an ihre Favoriten vergeben kann“, sagt Organisatorin Vanessa P., alias Wango Deligiannis.
Auch er steht nach langer Zeit wieder auf der Bühne des Wettbewerbs. Zusammen mit Drag-Queen-Kollegin Lady Hush, bilden sie die Showgirl-Sisters. Ebenfalls als Duett am Start sind Eva Longgloria  und Robert York als The York´s. Aber nicht nur Frankfurter Travestie-Künstler sind vom Grand-Prix-Glamour befallen: Zum ersten Mal dabei ist Aurora Demeehl  aus Darmstadt und Lady Vikky Winchester  aus Karlsruhe – und mit Wynona Wonder  aus Frankfurt ein talentierter Newcomer in der Szene.

Zum ersten Mal winkt Preisgeld

„Eine tolle Entwicklung, wenn man bedenkt, dass wir am Anfang nur mit fünf Künstlern angefangen haben“, sagt Vanessa P. und verrät gleich das Geheimnis des Erfolgs: „Schlagerlust, Stimmung und das wir alle miteinander feiern. Wir nehmen die Sache natürlich ernst, auch wenn es vor allem Spaß und Vorfreude auf den Eurovision Song Contest machen soll.“ Dem Sieger winken wieder Schärpe, Pokal und Krönchen. Und zum ersten Mal ein Preisgeld von 200 Euro. db

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