Urban Hüter

Bildhauer verschönert Seligenstadt

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Zwei Jahre hat Urban Hüter an dieser „Sau“ gearbeitet, die nun ein Hingucker am Steinheimer Torturm ist.

Seligenstadt – Seligenstadt ist eine attraktive Stadt. Nicht zuletzt auch wegen Urban Hüter. Er ist Steinmetz, Bildhauer und Künstler in der Einhardstadt und hat schon so manchen Fleck in seiner Heimat gestaltet und verschönert. Von Mareike Palmy

Damit reiht sich der 28-Jährige in die Familientradition ein, denn schon seit Jahrhunderten sind die Hüters in Seligenstadt am werkeln. Als Steinmetze fanden sie Arbeit beim Bau der Basilika. „Ich konnte mich quasi gar nicht wehren Künstler zu werden, es ist der schöpferische Zwang der Hüters“, erklärt der jüngste Spross der Steinmetzfamilie seine Liebe zur Kunst. Auch sein älterer Bruder Caspar eifert wie er selbst Vater Georg Hüter nach, der als renommierter Bildhauer selbst über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.

Urban Hüter führt die Familientradition fort

„Jeder Deutsche soll mal eine Figur von mir im Wohnzimmer haben“, sagt Urban Hüter über seinen angestrebten Bekanntheitsgrad. Um seine Technik noch weiter zu verbessern, studiert er seit drei Jahren nebenbei an der Nürnberger Akademie der bildenden Künste. Dabei kreiert er nicht nur Werke für den Innenbereich, auch für draußen schafft er Skulpturen und Objekte. Bei seiner Arbeit bedient sich der junge Seligenstädter Künstler einer ganzen Palette von Materialien und Techniken, mit denen er variiert. Seine Werke realisiert er in Stein, Ton, Metall, Holz, Gips und Farbe. Denn auch vom Malen versteht der gelernte Bildhauer etwas. Als einer der Vorreiter der Seligenstädter Sprayer-Szene sind Graffiti Urban Hüters Leidenschaft. Seine Werke gehen über das bloße Bemalen einer Wand weit hinaus.

Schon als Dreijähriger entwarf er seine ersten Werke

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Doch der kreative junge Mann ist kein Insidertipp mehr. Die Stadt Seligenstadt schätzt Urban Hüters Können schon seit jungen Jahren und beauftragt denKünstler seither, die Einhardstadt zu verschönern. So gestaltete er bereits als Teenager die Außenfassade des Stromhäuschens und des Sanitärgebäudes am Festplatz in Froschhausen. Auch das Parkhaus am Rathaus wurde von ihm mit Graffiti verschönert und bekam ein neues Outfit. Selbst die bronzene Schweinefamilien-Skulptur am Steinheimer Torturm stammt aus seinem Atelier. Ganze zwei Jahre Arbeit stecken in der Sau. Mit Tieren hat auch sein kreatives Schaffen begonnen. Bereits als Dreijähriger entwarf Urban Hüter das Drachen-Logo des Seligenstädter Kindergartens „Die wilde 13“. Schon damals war seinen Eltern klar: „Der wird mal Künstler“. Selbst über die Stadtgrenze hinaus ist er gefragt: „Ich habe ganz Frankfurt gepflastert“, sagt Urban Hüter, dessen Arbeiten unter anderem im Frankfurter Günthersburgpark zu bewundern sind.

In ihm schlummern noch viele Ideen für seine Heimatstadt

Vom Grabstein bis zum Spielplatz – in seinem kreativen Schaffen ist er sehr vielfältig. Jedes seiner Werke wird nach individuellen Vorstellungen umgesetzt und kreiert.

Auch für seine Heimatstadt hätte er noch ein paar Ideen übrig: „Einen Bankhocker aus Stein am Marktplatz würde mir gefallen“, erklärt Urban Hüter. Denn Seligenstadt soll noch schöner werden.

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