Feuerwehren waren im Dauereinsatz

Unwetter im Kreis Offenbach: Straßen überflutet, Keller vollgelaufen

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Steckengeblieben: Hier am Kaiserleikreisel in Offenbach staute sich das Regenwasser und lief nicht ab. Viele Autofahrer blieben deshalb stecken.

Region Rhein-Main – Sintflutartige Regenfälle und heftige Stürme haben das Rhein-Main-Gebiet in der Nacht zum Freitag in Mitleidenschaft gezogen. Überall waren die Feuerwehren im Dauereinsatz.

Ab 22.20 Uhr am Donnerstagabend waren die Feuerwehren und Rettungsdienste im Landkreis Darmstadt-Dieburg im Dauereinsatz. Seitens der Feuerwehren des Landkreises waren rund 500 Helfer im Einsatz, heißt es aus dem Amt für Brand- und Katastrophenschutz in Dieburg. Beginnend im Südwesten des Landkreises kam es bedingt durch starke Windböen und damit verbundenem Starkregen zu einer Vielzahl unterschiedlicher Einsatzstellen. Vorwiegend galt es für die Feuerwehren umgestürzte Bäume zu räumen und einige Einsätze mit Wasserschäden zu bewältigen. Der Schwerpunkt lag im Bereich Seeheim-Jugenheim, Modautal und Ober-Ramstadt. Lediglich die Kommunen Messel und Schaafheim waren nicht betroffen.

Autofahrer schwer verletzt

Auf einer Landstraße zwischen Groß-Zimmern und Reinheim/Spachbrücken wurde ein Pkw von einem umfallenden Baum getroffen. Der Fahrzeuginsasse wurde hierbei schwer verletzt und nach Versorgung durch den Rettungsdienst und einen Notarzt vor Ort in eine Darmstädter Klinik verbracht. Eine leicht- und eine mittelschwer- verletzte Person waren an zwei mit dem Unwetter zusammenhängenden Einsatzstellen in Fischbachtal und Ober-Ramstadt zu beklagen. Problematisch stellte sich teilweise die Situation für die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes dar, da die Einsatzstellen bedingt durch die Straßenbedingungen nur schwer erreichbar waren.

Gullideckel hochgedrückt

Allein in Offenbach musste die Feuerwehr mit Unterstützung des Technischen Hilfswerk zu 51 Einsatzorten ausrücken. Nach dem zwar kurzen aber extrem heftigen Gewitter, das sich über dem gesamten Stadtgebiet und weiten Teilen des Kreises ereignet hatte, waren zahlreiche Bäume umgestürzt und Keller voll Wasser gelaufen. Es mussten allein acht Bäume mit Kettensägen zersägt werden, nachdem sie durch den Sturm auf die Straße gefallen waren. Dazu kamen 33 Keller, in denen das Wasser stand und abgepumpt werden musste. Zudem stauten sich die Wassermassen an fünf Stellen im Stadtgebiet so hoch, dass Pkw stecken blieben oder Gullideckel hochgedrückt wurden. An weiteren vier Einsatzstellen lief Wasser durchs Dach in die Wohnung und musste abgepumpt werden.

Überschwemmte Keller in Dietzenbach

Auch die Kreisstadt Dietzenbach hat das Unwetter zu spüren bekommen. Zahlreiche überschwemmte Keller beschäftigten die Einsatzkräfte bis in die frühen Morgenstunden.

Bei den mehr als 20 Einsätzen, bei denen sieben Fahrzeuge mit 50 Helfern beteiligt waren, handelte es sich um unter Wasser stehende Keller, die durch einen Rückstau in der Kanalisation vollgelaufen waren. Und dabei hatte die Kreisstadt bei diesem Unwetter sogar Glück im Unglück, denn die Feuerwehren in den Rödermarker Stadtteilen Ober-Roden und Urberach mussten zu insgesamt 43 Einsätzen ausrücken. Die Orkanböen hatten in Urberach einen riesigen Baum umstürzen lassen . Dieser blockierte sowohl die Dreieichbahn, als auch die darunterliegende Unterführung in der Rodaustraße. Diese stand 70 Zentimeter tief unter Wasser.

Ober-Roden besonders hart getroffen

Die Straße blieb die ganze Nacht über gesperrt, erst am Freitagmorgen hatte der Bauhof die letzten Reste weggeräumt. Besonders hart traf das Unwetter das Wohngebiet Plattenhecke im Süden von Ober-Roden: Allein hier waren 30 Keller voll gelaufen.

Weniger schwer getroffen hat das Unwetter Hainburg. Dort waren lediglich drei Keller vollgelaufen. In Seligenstadt musste die Feuerwehr 16 Mal ausrücken. Dort hatte der Sturm unter anderem Dächer abgedeckt.

rz

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