Unwetter in Hessen

Millionenschäden und Aufräumarbeiten

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Umgestürzter Baum in Hainstadt.

Frankfurt/Offenbach - Umgestürzte Bäume, überschwemmte Straßen und Keller, Stromausfälle und verspätete S-Bahnen: Das Unwetter gestern hat in vielen Teilen Hessens gewütet und einen Millionenschaden verursacht.

Nach dem Unwetter über Teilen von Hessen gestern Nachmittag und am Abend hat sich die Lage in der Nacht wieder beruhigt. Im Rhein-Main-Gebiet und in Osthessen, wo Regen und Sturm besonders stark gewütet hatten, seien nun die Aufräumarbeiten angelaufen, berichtete die Polizei.

Am Frankfurter Flughafen wurde bis in die Nacht an einer Versorgungsbrücke gearbeitet, die durch das Dach des Fernbahnhofs zu stürzen drohte. "Mit einem Kran wurde versucht, die Brücke zu sichern", sagte ein Polizeisprecher. Am frühen Morgen sei der Betrieb am Bahnhof wieder aufgenommen und die Sperrung der direkt daneben verlaufenden Bundesstraße 43 aufgehoben worden.

Das Unwetter sorgte für einen Großeinsatz der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr. Da das gesamte Stadtgebiet betroffen war, wurden die Einsatzkräfte zu über 250 Einsatzstellen gerufen. Hauptsächlich waren Bäume abgebrochen und Äste abgestürzt. So wurden auch mehrere parkende und fahrende Fahrzeuge beschädigt. Zudem kam es durch Bäume die auf die Oberleitungen von Straßen-, U- und Fernbahnen fielen zu Beeinträchtigungen im Personennahverkehr.

Ein Segelboot kennterte in Höhe Frankfurt Westhafen. Die drei Besatzungsmitglieder konnten sich jedoch schwimmend retten, das Boot wurde durch die Feuerwehr gesichert.

In Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) war die Polizeistation nach einem Blitzeinschlag lange "abgenabelt", wie ein Sprecher in Offenbach sagte. Die Deutsche Bahn berichtete am Morgen nur noch von "vereinzelten Einschränkungen". Lediglich die Strecke Friedberg-Hanau sei voraussichtlich bis zum Mittag gesperrt, sagte eine Sprecherin.

Unwetter in Frankfurt

Bilder nach dem Unwetter in Frankfurt

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach warnte für heute erneut vor teils unwetterartigen Schauern und Gewittern. Heftiger Starkregen, Hagel und Sturmböen seien möglich.

dpa/red

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