Mit dem THW ins Ungewisse geflogen

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Christian Stühler (links) und Peter Benz waren zum Hilfseinsatz in Japan.

Hofheim – Für beide war es der erste Auslandseinsatz: Peter Benz (47) und Christian Stühler (26) vom Technischen Hilfswerk (THW) in Hofheim waren für acht Tage in Japan.

Suchen und Retten lautete der Auftrag für die 41 freiwilligen Helfer vom THW aus Deutschland. Allzu viel konnten sie jedoch nicht ausrichten. „Immer wieder mussten wir uns zurückziehen, weil es Tsunami-Warnungen gab, mehrfach Nachbeben und sogar eine Explosion“, berichtet Peter Benz. „Die Sicherheit der Helfer hat immer oberste Priorität.“

Wichtig für die Freiwilligen ist auch die Hilfe, die ihnen selbst nach Einsätzen zur Verfügung steht. Wer die Erlebnisse nicht verkraftet, kann sich an das Einsatznachsorgeteam wenden. „Bei uns war das nicht der Fall“, sagt Benz. Sie hätten aufeinander geachtet und darauf, dass es dem anderen gut geht.

Jedes Land braucht im Fall einer solchen Katastrophe Hilfe

Beworben hatten sie sich jedoch ganz bewusst für die Einsätze im Ausland. „Wir wollen Hilfe bringen“, sagt Christian Stühler. Denn sie wissen, dass jedes Land, das eine solche Katastrophe erlebt, Hilfe braucht.

Angst haben sie nicht vor solchen Einsätzen, auch wenn es stets „ein Flug ins Ungewisse ist“. Ihre Frauen sind jedenfalls froh, dass sie zurück sind. jule

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