Schwerer Unfall in Frankfurt

Unfall wegen Kopfhörern: Radfahrer überhört nahende Tram

Frankfurt - Mit den Kopfhörern auf den Ohren bemerkt ein 50-jähriger Radfahrer heute Morgen eine heran nahende Straßenbahn im Frankfurter Stadtteil Preungesheim nicht. Als er die Schienen kreuzt, kommt es zu einem schweren Unfall.

Der Mann war gegen sieben Uhr an der Trambahnstrecke der Linie 18 zum Preungesheimer Bogen unterwegs. Wie die Polizei jetzt mitteilte, trug er keinen Helm, dafür aber Kopfhörer und fuhr unvermittelt vor einer Bahn über die Schienen. Die Warnsignale der von hinten kommenden Tram hatte er vermutlich aufgrund der Musik in seinen Ohrstöpseln nicht gehört.

Die Bahn schob ihn mehrere Meter vor sich her. Der 50-Jährige erlitt dabei unter anderem schwere Kopfverletzungen und Knochenbrüche. Die Feuerwehr befreite den Mann, der anschließend mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik kam. 

Alle Warnungen und Hinweise der Frankfurter Polizei im Zusammenhang mit Kopfhörern stoßen laut eigener Aussage auf wenig Interesse. Dieser Leichtsinn führte schon in der Vergangenheit immer wieder zu folgenschweren Unfällen, bei denen die Verkehrsteilnehmer durch Kopfhörer abgelenkt oder taub für ihre Umwelt waren. Im Straßenverkehr haben Kopfhörer laut Polizei nichts verloren. Dies gelte unabhängig davon ob man als Autofahrer, Radler oder Fußgänger unterwegs sei. Laute Musik oder auch Telefonate führten leider hier und da bis zum Tod.

red

Autofahrer bilden größtes Ärgernis für Radler

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema

Kommentare