Stadt verurteilt Tat

Unbekannte beschmieren Gedenkstätte an EZB

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Das Mahnmal an der EZB erinnert an den Holocaust.

Frankfurt - Unbekannte haben an die Gedenkstätte Großmarkthalle an der EZB beschmiert. Nach Angaben der Polizei wurden die Buchstaben „ID“ an die Fassade gesprüht. Diese stünden laut Aussage der Beamten für die Gruppe „Identitäre Bewegung“.

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Oberbürgermeister Feldmann und Kulturdezernent Semmelroth verurteilen Schmierereien an der Gedenkstätte Großmarkthalle. „Die Erinnerungsstätte an der Großmarkthalle gibt den Frankfurter Opfern des Nazi-Terrors eine Stimme und führt uns heute eindringlich vor Augen, welcher Schrecken von den Tätern ausging. Dieser Ort hat die Aufgabe, sichtbar zu machen, wie gefährdet unsere demokratische Gesellschaft sein kann und wir werden ihn verteidigen gegen Ignoranz, rechte Verunglimpfung und Vandalismus“, verurteilen Oberbürgermeister Peter Feldmann und Kulturdezernent Felix Semmelroth den Angriff auf die Gedenkstätte an der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Schmierereien werden zeitnah von der EZB entfernt. 

Derweil hat sich die Gruppe „Identitäre Bewegung“ vom Vorfall distanziert und ihn aufs Schärfste verurteilt: „Wir können zweifelsfrei versichern, dass kein Mitglied der Identitären Bewegung Deutschland e.V. an dieser Tat beteiligt war, noch diese gutheißt. Jeglichen Antisemitismus lehnen wir grundsätzlich ab, wie schon unseren Statuten zu entnehmen ist. Identität bedeutet in Deutschland auch, unser christlich-jüdisches Erbe anzuerkennen. Darüber hinaus gehört das Sprühen, Schmieren und ,Taggen‘ in dieser Form, auch und gerade vor dem Hintergrund und der Bedeutung der in Rede stehenden Gedenkstätte, nicht zu dem Repertoire unserer Protestformen. Schmiererei stellt für uns daher eine Straftat dar und es ist auch in unserem Sinne diese aufzuklären. Dazu werden wir eng mit den Behörden kooperieren. Die Identitäre Bewegung Deutschland e.V. wird in diesem Zusammenhang Anzeige wegen der Schmierereien erstatten und behält sich die Ausschöpfung weiterer rechtlicher Schritte vor.“

Bereits vergangene Woche kam es zu Schmierereien mit rechtsradikalen Symbolen in Frankfurt und Hofheim.   red

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