Umbauten schreiten vorran

U-Bahn-Aufgang Dom/Römer eröffnet

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Die Frankfurter Altstadt bekommt ein neues Gesicht. Die Neubauten vom "Krönungsweg" verlangen sogar Umbauten der U-Bahnstation Dom/Römer.

Frankfurt  - Im Zentrum der Stadt weicht die U-Bahn  dem Fachwerk. In der von den U-Bahnen U4 und U5 befahrenen Station Dom/Römer  wird am Montag, 17. Februar, der neue U-Bahn-Ausgang eröffnet. An der bisherigen Stelle wird die „Goldene Waage“ errichtet.

Im Zentrum der Stadt wurde nun eine wichtige Bauphase abgeschlossen. Anwohner, Besucher und Touristen können ab kommenden Montag den neuen Aufgang der U-Bahn-Station Dom/Römer, vom U-Bahn-Tunnel nach oben zum Frankfurter Dom, der Schirn Kunsthalle und dem Römerplatz nutzen. Der bishergige Ausgang der U-Bahn-Station musste weichen, damit ab 2016 die „Goldene Waage“ wieder ihren ursprünglichen Platz im Dom-Römer-Quartier finden kann.

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Am Montag wird der erste Teil, die Treppe, für die Passagiere der U-Bahn eröffnet werden. In den kommenden Monaten wird dann auch die Rolltreppe in den neuen U-Bahn-Ausgang verlegt und der alte Ausgang abgebrochen.

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Diese Maßnahmen sind alle nötig, damit der aufwendige Wiederaufbau des Fachwerkgebäudes „Goldene Waage“ diesen Herbst beginnen kann. Seit 2012 verlegt deshalb die DomRömer GmbH den U-Bahn-Ausgang um einige Meter in Richtung Norden.

Besonders an der Verlegung ist, dass durch den neuen U-Bahn-Ausgang bereits die Westwand des Gebäudes „Markt 8“ errichtet wurde. Diese Wand teilen sich die Gebäude „Markt 8“ und „Markt 10“, die von unterschiedlichen Architekturbüros konstruiert werden. Ein provisorisches Dach schützt Passanten und U-Bahn-Ausgang vor Regen und Schnee, bis das Haus darüber fertig ist. Hierzu haben die Architekten und Ingenieure eigens eine Konstruktionsweise entworfen, die es erlaubt, das Haus später auf die U-Bahn-Station zu bauen. Der Entwurf für den neuen U-Bahn-Ausgang stammt aus der Feder von schneider+schumacher  Architekten, die eng mit den Architekten des Hauses „Markt 8“, Jordi & Keller, zusammenarbeiten.

Eine neue und freundlichere Atmosphäre in der Altstadt

Der neue U-Bahn-Bereich wird hell und ansprechend mit abgerundeten Fließen und einem Terrazzo-Boden gestaltet. Besucher, die den Ausgang Richtung Dom nutzen, werden künftig direkt auf die „Goldene Waage“ zugehen. „Eine großartige Eingangssituation in die neue Frankfurter Altstadt“, findet Michael Guntersdorf, Geschäftsführer der DomRömer GmbH.

Die U-Bahn-Station Dom/Römer und die anschließende Tiefgarage wurden in den 70er Jahren gebaut. Die über Jahre verteilte Bauphasen der Verlegung des U-Bahn-Ausgangs seien notwendig gewesen, um die Brandschutzauflagen erfüllen zu können, die einen zweiten Rettungsweg vorschreiben, so der Projektleiter und Diplom-Ingenieur der DomRömer GmbH Matthias Leißner. Die Umbauten des U-Bahn-Bereiches sollen bis Mitte nächsten Jahres beendet sein.

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